Griechenland nach den Wahlen
Re: Griechenland nach den Wahlen
Was würde eigentlich die Neuverschuldung Griechenlands für den deutschen Steuerzahler bedeuten?
Seit 2010 hat sich Griechenland 240 Mrd. Euro geliehen. Wenn Deutschland davon 86 Mrd. verliehen hat, sind das 36 Prozent. Wenn diese 36 Prozent 1000 Euro pro Bundesbürger bedeuten, dann bedeuten die nächsten 36 Prozent 236,6 Euro pro Bundesbürger.
Durch eine Neuverschuldung würde die Last pro Bundesbürger auf 1236 Euro steigen im Vergleich zu 4000 Euro pro Kopf durch den Bundeshaushalt.
Seit 2010 hat sich Griechenland 240 Mrd. Euro geliehen. Wenn Deutschland davon 86 Mrd. verliehen hat, sind das 36 Prozent. Wenn diese 36 Prozent 1000 Euro pro Bundesbürger bedeuten, dann bedeuten die nächsten 36 Prozent 236,6 Euro pro Bundesbürger.
Durch eine Neuverschuldung würde die Last pro Bundesbürger auf 1236 Euro steigen im Vergleich zu 4000 Euro pro Kopf durch den Bundeshaushalt.
- Yeti
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Re: Griechenland nach den Wahlen
„Deutschland ist der Feind“: Griechische Überlebende offenbaren: Haben wegen des Nazi-Terrors mit „Nein“ gestimmt Auch wenn das sicher die Minderheit ist, denn die meisten älteren Menschen stimmten mit "ja":
Der Artikel der "Daily Mail", auf den in diesem Zusammenhang hingewiesen wird, ist interessant, besonders ein Bild und die Unterschrift:
- man kann auf jeden Fall sicher sein, dass viele bei der Abstimmung irrationale Beweggründe hatten.The Guardian hat geschrieben:"The Greek referendum has been presented as a split between young and old."
Der Artikel der "Daily Mail", auf den in diesem Zusammenhang hingewiesen wird, ist interessant, besonders ein Bild und die Unterschrift:
Fast noch interessanter sind die am meisten favorisierten Kommentare darunter:Daily Mail hat geschrieben:"Rhetoric: Graffiti like this is not uncommon in the Greek capital Athens. The Greek Prime Minister has used the wounds of WWII to rally support against the German-led EU during debt negotiations"
"Where is the Greek hatred for the Italians? After all it was the Italian attack on Greece that pulled the country into WW2 and resulted in a brutal occupation with massacres such as Domenikon which were as bad as anything the Germans carried out. Unlike the Germans, the Italians have not paid a bean of compensation to any of their victims. Its all about the money and Italy has none to spare."
Und nun der Kommentar mit der größten Zustimmung:"Then it was probably not the smartest idea idea to borrow umpteen millions from your hated enemy, was it? Where the hell did you think all the money to pay for your fat pensions, your early retirements, your free Metro and your tax avoidance schemes was coming from?"
Im Grunde genommen das, was Farage im EU-Parlament sagte, allerdings scheint's nicht das zu sein, was Tsipras will, denn mehr Geld gibt's von der Insel am allerwenigsten. Farage meinte sicher das..."Well said; I fail to understand how Germany has been allowed to become so powerful. After the war money was pumped into them and they were rebuilt while the allies were left to foot the bill. Its about time we broke off ties with the Franco-Germanic union and let them get on with it... Go Greece go... "
...er wollte es Tsipras nur "schmackhaft" machen."No one forced you into the eurozone. You crooked your books to get into the eurozone. Don't join the two issues. The victims of Nazi regime had nothing to do with the spending and retiring at 35 ... Pay your debt and then leave ."
Ok, also das Geschichtswissen ist nicht so toll auf der Insel..."Six million Poles were murdered by the Germans in WWII, but they pay their taxes and they pay their debts. Many Greeks were also murdered by Greek communists, but they don't like to talk about that. especially with communist prime minister Drips at the helm."
Gut, also das meine ich, wenn ich sage, dass es einem wurscht sein muss, was andere über einen denken. Sonst ist man nämlich erpressbar. Wenn man denjenigen, die Geschichte politisch instrumentalisieren wollen, die moralische Keule damit aus der Hand nimmt, haben sie nämlich nur noch, was sie wirklich antreibt: Den Neid. Dieser aber, so weiß der Volksmund, ist die ehrlichste Anerkennung.This is what it always comes down to in the end, all over Europe. Even 70 years after the end of the war, memories are still fresh, accounts of suffering are still - quite rightly - talked about. Despite the best efforts of politicians and spin doctors, the sad but true fact is that the Germans aren't liked or trusted by other nations. Things aren't helped by the fact that they have now achieved all that they set out to do in the late '30s. They now control practically everything in Europe....without firing a single shot, which was their intention all along.
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RomanesEuntDomus
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Re: Griechenland nach den Wahlen
Ein kleiner Druckfehler auf einer Kreditkartenabrechnung, der auf Nachfrage selbstverständlich schnell korrigiert wurde:overkott hat geschrieben:Wenn das europäischer Stil wird, können wir mit dem Euro einpacken.
http://assets.bwbx.io/images/iZj7zqbFySXQ/v1/-1x-1.png
Kann ja mal passieren.
Re: Griechenland nach den Wahlen
Die EU-Fördermittel stehen allen EU-Mitgliedern zur Verfügung, wenn sie abgerufen werden und die entsprechenden Voraussetzungen bestehen. Das ist der Sinn der Strukturhilfe.
Sinnvollerweise leiht sich ein Staat das Geld zur Anschubfinanzierung der Fördermittel, meinetwegen auch von der EU zu günstigen Zinsen. So viel Subsidiarität muss sein. 5 Mrd. Euro sind in einem neuen Hilfspaket gerechtfertigt.
Zum Teil refinanziert sich das Hilfspaket. Sicher nimmt der Staat Steuern ein von den an den Fördermitteln direkt beteiligten Unternehmen über Einkommen- und Lohnsteuer. Darüber hinaus regen Einkommen und Löhne den Konsum an, wenn sie nicht auf Schwarzkonten in der Schweiz wandern. Dadurch kommen Mehrwertsteuer sowie weitere Einkommen- und Lohnsteuern in die Staatskasse. Wenn es sich um eine Eigenbeteiligung von 15 Prozent für eine Hilfe über drei Jahre handelt, läge die Eigenbeteiligung pro Jahr bei 5 Prozent. Ist eine Rendite der staatlichen Investitionen durch EU-Fördermittel von 5 Prozent pro Jahr denkbar?
Hier könnte man darüber diskutieren, im Rahmen der europäischen Strukturhilfe für alle beteiligten Länder, die Eigenbeteiligung auf die Refinanzierungschancen abzustimmen, damit keine Restschulden bleiben.
Darüber hinaus kann bei einem überschuldeten Land eine Neuverschuldung nicht gerechtfertigt werden. Auch eine Umschuldung würde das Problem der Überschuldung nicht lösen. Tatsächlich müsste geprüft werden, wie die Entlastung durch Strukturhilfen zum Abbau der Überschuldung beiträgt. Dieses ist um so dringlicher, weil sich allein durch eine verschlechternde Konjunktur der Weltwirtschaft das Problem der Überschuldung verschärfen kann.
Sinnvollerweise leiht sich ein Staat das Geld zur Anschubfinanzierung der Fördermittel, meinetwegen auch von der EU zu günstigen Zinsen. So viel Subsidiarität muss sein. 5 Mrd. Euro sind in einem neuen Hilfspaket gerechtfertigt.
Zum Teil refinanziert sich das Hilfspaket. Sicher nimmt der Staat Steuern ein von den an den Fördermitteln direkt beteiligten Unternehmen über Einkommen- und Lohnsteuer. Darüber hinaus regen Einkommen und Löhne den Konsum an, wenn sie nicht auf Schwarzkonten in der Schweiz wandern. Dadurch kommen Mehrwertsteuer sowie weitere Einkommen- und Lohnsteuern in die Staatskasse. Wenn es sich um eine Eigenbeteiligung von 15 Prozent für eine Hilfe über drei Jahre handelt, läge die Eigenbeteiligung pro Jahr bei 5 Prozent. Ist eine Rendite der staatlichen Investitionen durch EU-Fördermittel von 5 Prozent pro Jahr denkbar?
Hier könnte man darüber diskutieren, im Rahmen der europäischen Strukturhilfe für alle beteiligten Länder, die Eigenbeteiligung auf die Refinanzierungschancen abzustimmen, damit keine Restschulden bleiben.
Darüber hinaus kann bei einem überschuldeten Land eine Neuverschuldung nicht gerechtfertigt werden. Auch eine Umschuldung würde das Problem der Überschuldung nicht lösen. Tatsächlich müsste geprüft werden, wie die Entlastung durch Strukturhilfen zum Abbau der Überschuldung beiträgt. Dieses ist um so dringlicher, weil sich allein durch eine verschlechternde Konjunktur der Weltwirtschaft das Problem der Überschuldung verschärfen kann.
Re: Griechenland nach den Wahlen
Ovi, Deine vermeintlich oder tatsächlich guten Ideen versauern hier.
Ab nach Brüssel!
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Isidor_von_Sevilla
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Re: Griechenland nach den Wahlen
Wegloben ist in diesem Falle eine schwere Strafe für die Brüsselaner!Niels hat geschrieben:Ovi, Deine vermeintlich oder tatsächlich guten Ideen versauern hier.
Ab nach Brüssel!
Es gibt auch solche, die wohl die Sprache verehren, nicht aber DAS WORT anbeten!
Re: Griechenland nach den Wahlen
Nordlichter haben für eine Neuverschuldung Griechenlands kein Verständnis.
Schließlich leben die Nordlichter nicht über ihre Verhältnisse. Ihre Verschuldung liegt im Vergleich zum BIP auffallend niedrig zwischen 10 Prozent und 50 Prozent.
Die sparsamsten Länder waren 2013 Estland, Bulgarien, Luxemburg, Rumänien, Lettland, Schweden, Litauen, Dänemark und die Tschechische Republik.
Erlaubt sind nach dem Vertrag von Maastricht 60 Prozent. Griechenland hat eine Quote von 178 Prozent.
Wie schnell die Verschuldung gemessen am BIP umkippen kann, zeigt das Beispiel Slowenien. Innerhalb von 14 Jahren stieg die Quote von 25 Prozent auf 80 Prozent. Dort betrug 2013 das Staatsdefizit 15 Prozent und lag damit noch höher als in Griechenland mit 12 Prozent. Erlaubt sind 3 Prozent, um Geld von der EU für Verkehrsprojekte aus dem Kohäsionsfond zu bekommen.
Ausgeglichene Haushalte legten Luxemburg ( 0,6 Prozent ) und Deutschland ( 0,1 Prozent ) vor. Niedrige Defizite wiesen aus: Estland ( -0,5 Prozent ), Dänemark ( -0,7 Prozent ), Lettland ( -0,9 Prozent ), Bulgarien ( -1,2 Prozent ), die Tschechische Republik und Schweden ( je -1,3 Prozent ).
Schließlich leben die Nordlichter nicht über ihre Verhältnisse. Ihre Verschuldung liegt im Vergleich zum BIP auffallend niedrig zwischen 10 Prozent und 50 Prozent.
Die sparsamsten Länder waren 2013 Estland, Bulgarien, Luxemburg, Rumänien, Lettland, Schweden, Litauen, Dänemark und die Tschechische Republik.
Erlaubt sind nach dem Vertrag von Maastricht 60 Prozent. Griechenland hat eine Quote von 178 Prozent.
Wie schnell die Verschuldung gemessen am BIP umkippen kann, zeigt das Beispiel Slowenien. Innerhalb von 14 Jahren stieg die Quote von 25 Prozent auf 80 Prozent. Dort betrug 2013 das Staatsdefizit 15 Prozent und lag damit noch höher als in Griechenland mit 12 Prozent. Erlaubt sind 3 Prozent, um Geld von der EU für Verkehrsprojekte aus dem Kohäsionsfond zu bekommen.
Ausgeglichene Haushalte legten Luxemburg ( 0,6 Prozent ) und Deutschland ( 0,1 Prozent ) vor. Niedrige Defizite wiesen aus: Estland ( -0,5 Prozent ), Dänemark ( -0,7 Prozent ), Lettland ( -0,9 Prozent ), Bulgarien ( -1,2 Prozent ), die Tschechische Republik und Schweden ( je -1,3 Prozent ).
Re: Griechenland nach den Wahlen
Seit dem Kabinett Schröder II hält Deutschland Maastricht nicht mehr ein. Die Bundesrepublik liegt bereits jetzt schon um 14 Prozent über der erlaubten Quote. Eine Neuverschuldung Griechenlands würde die Situation nicht erleichtern.
Re: Griechenland nach den Wahlen
Weihnachten 2013. Slowenien hilft sich selbst. Die acht angeschlagenen Banken bekommen 4,8 Mrd. Euro. Geld gibt's vom Staat. Spekulationen über Hilfe aus dem Ausland weist Slowenien zurück. Die Bankenrettung geht zulasten von Maastricht. Von 2012 bis 2014 steigen die Schulden im Vergleich zum BIP von 53 Prozent auf 80 Prozent. Der Euro-Rettungsschirm wird nicht aufgeklappt.
Re: Griechenland nach den Wahlen
2014 senkt Slowenien das Staatsdefizit von 15 Prozent auf 5 Prozent. Der Staat hat privatisiert. Er verkaufte die zweitgrößte Bank, die größte Telefongesellschaft, den Flughafen und anderes. Die Mehrwertsteuer stieg auf 22 Prozent, Gehälter im öffentlichen Dienst wurden gesenkt. Volksentscheide über Wirtschaftsfragen wurden durch Verfassungsänderung erschwert. Ab diesem Jahr ( 2015 ) will Slowenien ausgeglichene Haushalte vorlegen.
Re: Griechenland nach den Wahlen
Weihnachten 2014. In Slowenien herrscht Vorfreude aufs Fest: Nach zwei Jahren Rezession soll die Wirtschaft wieder wachsen. In diesem Jahr ( 2015 ) rechnet die Regierung mit 2 Prozent. Die EU ist mit 2,4 Prozent noch optimistischer. Der Aufschwung wird getragen von Reformen, Privatisierungen, Export. Zwei Drittel verkauft Slowenien in die EU. Die wichtigsten Handelspartner sind Deutschland, Italien und Österreich. Die bedeutendsten Produkte sind Autoteile und Medikamente. Auch für das kommende Jahr ( 2016 ) prognostiziert die EU ein Wachstum über 2 Prozent.
Re: Griechenland nach den Wahlen
Frühling 2011. Griechenland will bis zu diesem Jahr ( 2015 ) privatisieren. 50 Mrd. Euro sollen durch den Verkauf von Staatsbesitz in die klamme Kasse kommen. Statt dessen kommt bald die Ernüchterung. Der Verkauf griechischer Staatsgüter schleppt sich.
Herbst 2013. Die Gläubiger wollen den Verkauf mit einer Holding in Luxemburg beschleunigen. Doch die Griechen möchten das Geschäft nicht aus der Hand geben. Aus den anvisierten 50 Mrd. werden 15 Mrd. Euro. Umgesetzt sind fünf.
Herbst 2013. Die Gläubiger wollen den Verkauf mit einer Holding in Luxemburg beschleunigen. Doch die Griechen möchten das Geschäft nicht aus der Hand geben. Aus den anvisierten 50 Mrd. werden 15 Mrd. Euro. Umgesetzt sind fünf.
Re: Griechenland nach den Wahlen
Wenn das Spiel ab Sonntag so weitergeht wie seit 2011 mit der Privatisierung, werden sich die Griechen bis in alle Ewigkeit aus dem europäischen Gabensack bedienen.
Re: Griechenland nach den Wahlen
Deine Ausführungen sind – Durcheinander und Unsinn mal beiseite gelassen – eine Chronik, die mich anekelt.
Die wichtigste Frage ist, welcher Staat als nächstes ruiniert wird – die großen Verbrecher warten schon darauf, wetten?
Die wichtigste Frage ist, welcher Staat als nächstes ruiniert wird – die großen Verbrecher warten schon darauf, wetten?
Die Mörder sind wieder unter uns.
Re: Griechenland nach den Wahlen
Die griechische Regierung hat vom Parlament mit breiter Mehrheit ein Mandat zu Verhandlungen bekommen. Nach einer ersten Prüfung des Angebots der Griechen treffen sich am Nachmittag die Finanzminister der Eurogruppe zu einer Krisensitzung. Morgen beraten sich die Staats- und Regierungschefs der EU auf einem Sondergipfel. Davon hängt eine Entscheidung des Bundestages über ein Verhandlungsmandat ab. Dabei geht es um den Schuldenabbau Griechenlands.
Das stark überschuldete Land ist derzeit zahlungsunfähig. Zur Lösung will Griechenland umschulden und die Staatsfinanzen neu ordnen. Dazu hat es eine Steuer- und Rentenreform angeboten. Das Angebot blieb hinter den Erwartungen der Gläubiger zurück.
Das stark überschuldete Land ist derzeit zahlungsunfähig. Zur Lösung will Griechenland umschulden und die Staatsfinanzen neu ordnen. Dazu hat es eine Steuer- und Rentenreform angeboten. Das Angebot blieb hinter den Erwartungen der Gläubiger zurück.
Re: Griechenland nach den Wahlen
Slowenien: Weniger Defizit, mehr Schulden. Die öffentlichen Finanzen in Slowenien sind immer noch nicht in Ordnung - Wirtschaftswachstum zum Trotz. Zwar sinkt das Defizit in der Staatskasse, aber die öffentlichen Schulden steigen. Schulden sind also aus dem staatlichen Haushalt in andere öffentliche Haushalte umgeschuldet worden. Während das Defizit sich inzwischen normalisiert und 3 Prozent zum BIP annähert, steigen die Staatsschulden über 81 Prozent zum BIP. Damit wird Slowenien auf absehbare Zeit beim Defizit die Maastricht-Kriterien erfüllen, sich aber beim Schuldenstand davon entfernen. In Slowenien sind die Tendenzen immerhin günstiger als im Vergleich zu Euroland ( E-19 ) insgesamt.
Zwar hält Euroland insgesamt noch beim Defizit die Maastricht-Kriterien ein, übersteigt aber beim Schuldenstand die Kriterien um mehr als 33 Prozentpunkte. Erlaubt sind beim Schuldenstand 60 Prozent, tatsächlich hat Euroland einen Schuldenstand von 93,9 Prozent. Dabei steigt sowohl das Defizit, als auch der Schuldenstand.
Deutschland macht zunehmend Einnahmen, hat also kein Defizit. Auch der Schuldenstand liegt unter dem europäischen Durchschnitt, nähert sich immer mehr den Maastricht-Kriterien. Die deutschen Finanzen gesunden. Noch.
Griechenland könnte am Beispiel von Slowenien sowohl das Staatsdefizit, als auch den Schuldenstand durch Umschuldung verringern. Ohne neue Einnahmen wäre das allerdings nur Kosmetik. Diese Kosmetik könnte die Entwicklung der Bundesfinanzen gefährden.
Zwar hält Euroland insgesamt noch beim Defizit die Maastricht-Kriterien ein, übersteigt aber beim Schuldenstand die Kriterien um mehr als 33 Prozentpunkte. Erlaubt sind beim Schuldenstand 60 Prozent, tatsächlich hat Euroland einen Schuldenstand von 93,9 Prozent. Dabei steigt sowohl das Defizit, als auch der Schuldenstand.
Deutschland macht zunehmend Einnahmen, hat also kein Defizit. Auch der Schuldenstand liegt unter dem europäischen Durchschnitt, nähert sich immer mehr den Maastricht-Kriterien. Die deutschen Finanzen gesunden. Noch.
Griechenland könnte am Beispiel von Slowenien sowohl das Staatsdefizit, als auch den Schuldenstand durch Umschuldung verringern. Ohne neue Einnahmen wäre das allerdings nur Kosmetik. Diese Kosmetik könnte die Entwicklung der Bundesfinanzen gefährden.
Re: Griechenland nach den Wahlen
So wie man die "Brüder" aus der Politik kennt, wird man wahrscheinlich den Griechen zwar keinen Schuldenschnitt gewähren, was rechtlich auch nicht möglich ist, wie selbst Schäuble zugibt, aber man wird etwas anbieten, was einem Schuldenschnitt gleich kommt, sich aber nicht so nennt. Das kann geschehen, indem man die Zinsen für GR reduziert, die Rückzahlungen noch um Jahre später verschiebt, indem man mit der Inflation rechnet, die die Schulden ja reduziert. So ist das in anderen Ländern auch schon gehandhabt worden und die Merkel kann dann sagen, wir haben den GR ja keinen Nachlaß gegeben, obwohl dieses Vorgehen letztlich auch ein Schuldenschnitt ist. Sollte es dann eines Tages doch soweit kommen, daß man GR trotz allem doch noch Milliarden nachlassen muss, dann ist Merkel längst weg.
Die Politiker verschaukeln uns nach Strich und Faden.
Die Politiker verschaukeln uns nach Strich und Faden.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.
Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.
Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.
Re: Griechenland nach den Wahlen
Die Kanzlerin muss zunächst auf die Einnahmenseite schauen. Wo nehmen die Griechen mehr ein? Was kommt einmalig durch Privatisierung rein? Was kommt laufend durch Steuern rein? Wo sinken die Ausgaben? Welche Sicherheiten gibt es dafür? Dann stellt sich die Frage: Wie lange wird das dauern? Wie lässt sich die Zeit überbrücken? Wann kann Griechenland allgemeine Strukturhilfen aus Europa beantragen? Zu welchen Konditionen schafft es Griechenland, finanziell unabhängiger zu werden? Wann schafft es Griechenland, den Schuldenstand zu halbieren? Wie lässt sich der Finanzsektor neu ordnen? Was geschieht mit den Banken? Wie wird fusioniert? Was ist mit einer Bad Bank?
Re: Griechenland nach den Wahlen
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.
Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.
Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.
Re: Griechenland nach den Wahlen
Und manche fallen auch noch darauf rein.Die Politiker verschaukeln uns nach Strich und Faden.
Gerade in Deutschland, scheint mir, werden die Täter, die Griechenland erst wirklich ruiniert haben, hochgejubelt.
Die Kur, die D und IWF den Griechen verordnet haben, folgt der Erfolgsgeschichte des Dr. Eisenbart.
Die Mörder sind wieder unter uns.
Re: Griechenland nach den Wahlen
Gegen diese Schlußfolgerung wehrt sich aber einer:Siard hat geschrieben:Und manche fallen auch noch darauf rein.Die Politiker verschaukeln uns nach Strich und Faden.
Gerade in Deutschland, scheint mir, werden die Täter, die Griechenland erst wirklich ruiniert haben, hochgejubelt.
Die Kur, die D und IWF den Griechen verordnet haben, folgt der Erfolgsgeschichte des Dr. Eisenbart.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/e ... 9688.html
Für mich sieht es so aus, daß GR wegen seiner mangelhafzen Verwaltung, wozu auch die Steuerverwaltung gehört, derzeit unreformierbar ist. Die angeordnete Sparpolitik hat GR sicher auch viele Probleme gemacht, aber WER hat hier die optimale Lösung anzubieten? Die einen sagen sparen sei Gift, wenn ein Land solche Probleme hat, weil das die Konjunktur noch mehr abwürgt, aber nicht sparen, treibt die Schulden noch mehr hoch und im Falle GR ist es offenbarkurzfristig unmöglich eine ordentliche Steuerverwaltung einzuführen. Die aktuellen Probleme hat die jetzige Regierung und zum Teil auch die vorige verusacht, weil man keine Kapitalverkehrskontrollen eingeführt hat und somit konnten die Leute ihr Geld ins Ausland bringen oder nach Hause holen und somit fehlt es jetzt auch der Wirtschaft.
Deutschland hat GR schon seit über einem Jahr Hilfe angeboten beim Aufbau einer ordentlichen Steuerverwaltung. M.W ist diese Hilfe bisher nicht angenommen worden.
Fehler sind sicher auf beiden Seiten gemacht worden, also bei den Geldgebern als auch den gr. Regierungen der letzten Jahre. Immer aber ist der kleine Mann derjenige, der dann die Ergebnisse dieser Politik durchzuleiden hat und nicht der griechische Millionär. Der hat sein Geld längst in die Schweiz oder nach wie ein ehemaliges Mitglied der gr. Regierung nach England gebracht.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.
Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.
Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.
Re: Griechenland nach den Wahlen
Einen Austritt Finnlands sollte die EU nicht riskieren. Auch mit Blick auf die Sicherheit in Europa könnte den sparsamen Nordländern als Hilfe angeboten werden, die Finanzen der E-19-Länder zu sanieren, sich den Maastricht-Kriterien wieder anzunähern und die Selbsthilfe der Griechen zu stärken. Die EU sollte also die finanziell robusten Mitglieder nicht verlieren und den finanziell abhängigen Staaten den Weg in die Unabhängigkeit nicht verbauen.Edi hat geschrieben:Finnland diskutiert Austritt aus dem Euro
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... -dem-euro/
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RomanesEuntDomus
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Re: Griechenland nach den Wahlen
Telepolis http://www.heise.de/tp/news/IWF-gesteht ... 48442.html titelt heute etwas reißerisch:
Aus dem Originalstatement des IWF-Chefökonomen http://blog-imfdirect.imf.org/215/7/ ... h-forward/:IWF gesteht: Statt Griechenland wurden Banken gerettet
IWF-Chefökonom Olivier Blanchard gibt zu, dass zwei Drittel der "Rettungsgelder" an internationale Gläubiger gegangen sind
Wortreich und in vielen Sprachen gleichzeitig versucht sich der Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF) für den Kurs zu verteidigen, der in Griechenland unter Führung des IWF gefahren wurde. Tatsächlich verteidigt Olivier Blanchard vor allem sich selbst, denn der Franzose hat federführend an der Ausarbeitung des Programms mitgewirkt. Ohne es vermutlich zu wollen, macht er nun aber öffentlich, dass man es vor allem mit einer umfassenden getarnten Bankenrettung zu tun hatte,
Na doch, immerhin ein Drittel.The bail-out did not however only benefit foreign banks, but also Greek depositors and households, as one-third of the debt was held by Greek banks and other Greek financial institutions.
Re: Griechenland nach den Wahlen
Zunächst einmal haben die Banken den Griechen geholfen. Die Griechen haben also ihr Geld bereits bekommen. Allerdings mussten die Banken einen Schuldenschnitt hinnehmen. Das galt auch für deutsche Banken. Daher haben deutsche Steuerzahler deutsche Banken gerettet. Schwerer zu erklären dürfte sein, mit deutschen Steuergeldern griechische Banken zu retten. Medien machen sich zum Anwalt griechischer Misswirtschaft. Mit den Gebühren der Leser gefährden sie noch zusätzlich deren Steuergelder.
Re: Griechenland nach den Wahlen
Träum' schön weiter.overkott hat geschrieben:Zunächst einmal haben die Banken den Griechen geholfen.
Die Mörder sind wieder unter uns.
Re: Griechenland nach den Wahlen
Die Griechen brauchten Geld. Die Banken haben es ihnen gegeben. Die Griechen haben es ihnen aus dem europäischen Gabensack heimgezahlt. Und in drei Jahren wollen die Griechen mit den Banken weitermachen.Siard hat geschrieben:Träum' schön weiter.overkott hat geschrieben:Zunächst einmal haben die Banken den Griechen geholfen.
Re: Griechenland nach den Wahlen
Bitte informiere Dich!overkott hat geschrieben:Die Griechen brauchten Geld. Die Banken haben es ihnen gegeben. Die Griechen haben es ihnen aus dem europäischen Gabensack heimgezahlt. Und in drei Jahren wollen die Griechen mit den Banken weitermachen.Siard hat geschrieben:Träum' schön weiter.overkott hat geschrieben:Zunächst einmal haben die Banken den Griechen geholfen.
Die Mörder sind wieder unter uns.
Re: Griechenland nach den Wahlen
Über die Mehrwertsteuer und die Schattenwirtschaft. Bestellt ein Kunde in einer schattigen Wirtschaft 100 Flaschen Retsina. Der Wirt rechnet 84 Flaschen ab mit erhöhter Mehrwertsteuer. 16 Flaschen gibt's als Rabatt gratis. Und der Kunde schenkt ihm Geld. Oder wie läuft das mit der Schattenwirtschaft?Siard hat geschrieben:Bitte informiere Dich!overkott hat geschrieben:Die Griechen brauchten Geld. Die Banken haben es ihnen gegeben. Die Griechen haben es ihnen aus dem europäischen Gabensack heimgezahlt. Und in drei Jahren wollen die Griechen mit den Banken weitermachen.Siard hat geschrieben:Träum' schön weiter.overkott hat geschrieben:Zunächst einmal haben die Banken den Griechen geholfen.
Re: Griechenland nach den Wahlen
BILD hat noch mal nachgerechnet. Griechenland braucht nicht 53,5 Mrd., nicht 74 Mrd., nicht 88,5 Mrd., sondern mehr als 100 Mrd. Euro. Haken ist der Primärüberschuss. In den Reformplänen rechnet Griechenland mit 1 Prozent für dieses Jahr. Mit einem halben Prozent käme Griechenland auf einen Finanzbedarf von 115 Mrd. Euro. In Athen und Brüssel schließt man ein Primärdefizit nicht aus. Peinlich für Frankreichs Staatschef Hollande. Sein Spitzenbeamter Bezard hatte an dem Papier mitgewirkt.
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Isidor_von_Sevilla
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Re: Griechenland nach den Wahlen
Erwartest Du hier Tipps, wie man am Besten Steuern hinterzieht?overkott hat geschrieben:Über die Mehrwertsteuer und die Schattenwirtschaft. Bestellt ein Kunde in einer schattigen Wirtschaft 100 Flaschen Retsina. Der Wirt rechnet 84 Flaschen ab mit erhöhter Mehrwertsteuer. 16 Flaschen gibt's als Rabatt gratis. Und der Kunde schenkt ihm Geld. Oder wie läuft das mit der Schattenwirtschaft?
Es gibt auch solche, die wohl die Sprache verehren, nicht aber DAS WORT anbeten!
Re: Griechenland nach den Wahlen
Grexit auf Zeit ist kein Problem, soweit die Zeit nicht begrenzt ist. Mindestens fünf Jahre sind keine Grenze. Griechenland kann zustimmen, aber auch die Euroländer sind nicht handlungsunfähig, könnten den Grexit faktisch feststellen.
Re: Griechenland nach den Wahlen
Auf Basis welcher Bestimmung im Vertrag hältst Du eine solche Maßnahme für möglich?overkott hat geschrieben:Grexit auf Zeit ist kein Problem, soweit die Zeit nicht begrenzt ist. Mindestens fünf Jahre sind keine Grenze. Griechenland kann zustimmen, aber auch die Euroländer sind nicht handlungsunfähig, könnten den Grexit faktisch feststellen.
Erpressung wäre eine Möglichkeit. Man könnte GR zwingen auszutreten, aber dies wäre ein weiteres Anzeichen dafür, wes Geistes Kind die EU inzwischen ist.,
Die Mörder sind wieder unter uns.