Brave, katholische, bürgerlich- kleinstädtische Kindheit der 70er und 80er ...
Laura
Brave, katholische, bürgerlich- kleinstädtische Kindheit der 70er und 80er ...
Das Grundproblem ist, daß rechts wie links glauben, eine wirklich Erneuerung im Hl. Geist käme von oben (=Hierarchie).Ralf hat geschrieben: ↑Donnerstag 5. Dezember 2019, 09:51Es gibt nur eine konkrete Maßnahme, die jeder einzelne Katholik (und -in natürlich) "durchführen" kann (und laut dem bislang letzten Ökumenischen Konzil die Top-1-Berufung eines jeden Christen ist):Lauralarissa hat geschrieben: ↑Donnerstag 5. Dezember 2019, 09:34Und was schlägst du an konkreten Maßnahmen vor?
Sich tagtäglich um persönliche Heiligung bemühen.
Tägliches ehrliches und inniges Gebet (oberste Priorität!). Die Hl. Schrift kennen und lieben. Die Ehe heiligen - nicht fremdgehen, keine Scheidung einreichen, keine Wiederheirat. Die Eltern achten. Frieden mit allen suchen. Nicht gierig sein, nicht den höchsten Profit für sich suchen. Nächstenliebe leben - viel eher als Fernliebe.
Erst wenn die Christen dieses und anderes mehrheitlich tun, sind sie glaubwürdig. Die Verkündigung scheitert nicht an fehlender Glaubwürdigkeit "der Kirche" (=Klerus, so falsch das auch ist), sondern an der fehlenden Glaubwürdigkeit der Glieder der Kirche, an uns allen. Auch (und vor allem) an mir.
Völlig korrekt - da stimme ich dir vollkommen zu.
Weil Du für Deine Taten geradestehen wirst vor Seinem Gericht. Es gibt weder Sippenhaft noch das Kindergarten-„hat der aber auch“.Lauralarissa hat geschrieben: ↑Donnerstag 5. Dezember 2019, 11:44Oder provokant gefragt:
Warum sollte ich nicht mit dem attraktiven Kollegen ins Bett steigen (und meinen Mann betrügen), wenn der Ortspfarrer doch auch eine Freundin hat und der Vorgänger wegen eines Missbrauchsverdachts sehr schnell verschwand?
Ja!Ralf hat geschrieben: ↑Donnerstag 5. Dezember 2019, 12:15Weil Du für Deine Taten geradestehen wirst vor Seinem Gericht. Es gibt weder Sippenhaft noch das Kindergarten-„hat der aber auch“.Lauralarissa hat geschrieben: ↑Donnerstag 5. Dezember 2019, 11:44Oder provokant gefragt:
Warum sollte ich nicht mit dem attraktiven Kollegen ins Bett steigen (und meinen Mann betrügen), wenn der Ortspfarrer doch auch eine Freundin hat und der Vorgänger wegen eines Missbrauchsverdachts sehr schnell verschwand?
Und vor allem und viel wichtiger: weil Du nach dem Ebenbild Gottes geformt bist. Dich hat Er zuerst geliebt. Für Dich ist er gestorben. Deine Liebe ersehnt Er.
Nun, wer unter den Priesteramtskandidaten in dieser Blase aufgewachsen ist, ist heute Spätberufener und hat weitaus mehr Lebenserfahrung gesammelt als das Studentenwohnheim in ein paar Jahren bieten kann (ganz zu schweigen davon, daß auch die Uni eine Blase eigener Art ist); wer heute aufwächst, bekommt spätestens an der weiterbildenden Schule bereits in eindeutigster Klarkeit mit, daß ein praktizierender Katholik einer Minderheit angehört, oft selbst an Schulen in kirchlicher Trägerschaft.Lauralarissa hat geschrieben: ↑Donnerstag 5. Dezember 2019, 09:57Brave, katholische, bürgerlich- kleinstädtische Kindheit der 70er und 80er ...
Laura
Ralf hat geschrieben: ↑Donnerstag 5. Dezember 2019, 09:51Es gibt nur eine konkrete Maßnahme, die jeder einzelne Katholik (und -in natürlich) "durchführen" kann (und laut dem bislang letzten Ökumenischen Konzil die Top-1-Berufung eines jeden Christen ist):Lauralarissa hat geschrieben: ↑Donnerstag 5. Dezember 2019, 09:34Und was schlägst du an konkreten Maßnahmen vor?
Sich tagtäglich um persönliche Heiligung bemühen.
Tägliches ehrliches und inniges Gebet (oberste Priorität!). Die Hl. Schrift kennen und lieben. Die Ehe heiligen - nicht fremdgehen, keine Scheidung einreichen, keine Wiederheirat. Die Eltern achten. Frieden mit allen suchen. Nicht gierig sein, nicht den höchsten Profit für sich suchen. Nächstenliebe leben - viel eher als Fernliebe.
Erst wenn die Christen dieses und anderes mehrheitlich tun, sind sie glaubwürdig. Die Verkündigung scheitert nicht an fehlender Glaubwürdigkeit "der Kirche" (=Klerus, so falsch das auch ist), sondern an der fehlenden Glaubwürdigkeit der Glieder der Kirche, an uns allen. Auch (und vor allem) an mir.
Sich tagtäglich um persönliche Heiligung bemühen.
Das Arbeitsleben ist einer der besten (aber auch schwierigsten) Wege zur täglichen persönlichen Heiligung. Dort laufen einem die Heiligkeitshindernisse ständig über den Weg, und nirgends kann man deshalb so oft die Früchte des Heiligen Geistes brauchen, als da u. a. sind Langmut, Freundlichkeit, Güte, Sanftmut, Selbstbeherrschung - und Liebe.Vir Probatus hat geschrieben: ↑Donnerstag 5. Dezember 2019, 19:29
Sorry, aber ich muss mal irgendwann was arbeiten oder Eremit werden.
Sehr gut ausgedrückt und beschrieben !taddeo hat geschrieben: ↑Donnerstag 5. Dezember 2019, 20:19Das Arbeitsleben ist einer der besten (aber auch schwierigsten) Wege zur täglichen persönlichen Heiligung. Dort laufen einem die Heiligkeitshindernisse ständig über den Weg, und nirgends kann man deshalb so oft die Früchte des Heiligen Geistes brauchen, als da u. a. sind Langmut, Freundlichkeit, Güte, Sanftmut, Selbstbeherrschung - und Liebe.
Oder "Gott in allen Dingen finden" (Ignatius von Loyola)
JungeJunge, Du bestätigst sehr gut Kais Beobachtung. Entweder hat das Zweite Vatikanum, "das Konzil"(R), Unsinn erzählt und Jesus Der Herr ebenso - oder Du kennst Dich nicht aus und die erste Berufung eines jeden Christenmenschen ebensowenig. Letzteres ist gut durch das Lesen der Dokumente des Erstgenanten korrigierbar. Aber Vorsicht: es könnten liebgewonnene Vorurteile über das, was da angeblich steht, brüchig werden.Vir Probatus hat geschrieben: ↑Donnerstag 5. Dezember 2019, 19:29Sorry, aber ich muss mal irgendwann was arbeiten oder Eremit werden.
Ich gebe Dir in allem Recht - und habe schon mehrfach geschrieben, daß vom Klerus Null Erneuerung zu erwarten ist. Diese kann nur von den gläubigen Laien kommen (aus denen sich in viel kleinerer Zahl dann der erneuerte Klerus rekrutieren wird). Das wird sehr lange dauern.kabelkeber hat geschrieben: ↑Mittwoch 11. Dezember 2019, 17:21Ich bin, ehrlich gesagt, der Meinung, daß ein Großteil des Klerus so im Diesseits verhaftet ist, daß eine wirkliche Erneuerung nicht kommt. Im Gegenteil. Gegen den aktuellen Glaubensverlust war die Reformation ein akademischer Debattierclub.
Und jede Aktion, die seitens der Konzilskirche vom Zaun gebrochen wird, verschärft nur noch unnötig die ohnehin schon unsägliche Situation.
Ich gehe davon aus, daß in ca. 5 bis 10 Jahren der Besuch der wesentlichen Jahresgottesdienste (Ostern, Weihnachten, Karfreitag,...) auf ein Minimum geschrumpft ist.
Beispiel Karfreitag: Einbruch in 10 Jahren um ca. 50%. Stattdessen grillt man und feiert.
Beispiel Ostern: Osternacht geht noch, Ostersonntag Einbruch ca. 35%
Beispiel Weihnachten: Mette um 22.00h unrentabel, Einbruch innerhalb von 5 Jahren um 80%. Kindermette um 16.00h rappelvoll, allerdings keine Eucharistiefeier, da kommen dann alle U-Boote aufgetaucht und das war es.
Das sind meine Beobachtungen.
Ich spiele öfters die Sonntags-Abendmessen in unserer Kreisstadt. Kirche, Fassungsvermögen ca. 1500 Personen Minimum. Vor 5 Jahren noch ca. 150 Mitfeiernde, heute nur noch 20 bis 30.
Der Trend ist klar.
Kirche ist defacto tot in Deutschland.
„Wir brauchen uns gegenseitig mit Verständnis und Geduld“
250 Teilnehmerinnen bei 2. Frauenkonferenz im Erzbistum Paderborn
„Wir sind gekommen, um zu bleiben“ lautete der programmatische Titel der 2. Frauenkonferenz im Erzbistum Paderborn, zu der Erzbischof Hans-Josef Becker eingeladen hatte: Rund 250 katholische Frauen aus allen Generationen, aus dem Haupt- und Nebenamt und den verschiedenen Arbeitsfeldern des Erzbistums folgten heute der Einladung und trafen sich in Paderborn, um ihre Anliegen und Themen im Austausch mit der Bistumsleitung einzubringen.
…
Ich schon. Erst kürlzich wieder – als es ums Geld ging.kabelkeber hat geschrieben: ↑Mittwoch 11. Dezember 2019, 17:42Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal wirklich einen Pfarrer oder Bischof erlebt habe, der mal mit Schmackes und Eifer für seine Sache eingetreten ist.
Die Beobachtungen werden durch die amtliche Statistik der DBK im Wesentlichen gedeckt, obwohl die offiziellen Daten zum Gottesdienstbesuch traditionell geschönt sind. (Man legt auf den Zählsonntag den Familiengottesdienst mit Chor oder Band, etc.)kabelkeber hat geschrieben: ↑Mittwoch 11. Dezember 2019, 17:21Ich gehe davon aus, daß in ca. 5 bis 10 Jahren der Besuch der wesentlichen Jahresgottesdienste (Ostern, Weihnachten, Karfreitag,...) auf ein Minimum geschrumpft ist.
Juergen hat geschrieben: ↑Mittwoch 11. Dezember 2019, 17:41Pressemeldung des Erzbistums Padeborn„Wir brauchen uns gegenseitig mit Verständnis und Geduld“
250 Teilnehmerinnen bei 2. Frauenkonferenz im Erzbistum Paderborn
„Wir sind gekommen, um zu bleiben“ lautete der programmatische Titel der 2. Frauenkonferenz im Erzbistum Paderborn, zu der Erzbischof Hans-Josef Becker eingeladen hatte: Rund 250 katholische Frauen aus allen Generationen, aus dem Haupt- und Nebenamt und den verschiedenen Arbeitsfeldern des Erzbistums folgten heute der Einladung und trafen sich in Paderborn, um ihre Anliegen und Themen im Austausch mit der Bistumsleitung einzubringen.
…
Nur wohin?
Daraus zwei Beispiele aus meinem Leben: meine Töchter gehen auf eine innerstädtische Grundschule in Düsseldorf, bei der alle 4 Jahrgänge in einem Klassenraum sind, zwei Klassen bilden ein "Team" (=ca. 50 Schülerinnen und Schüler).Von diesen ca. 50 Schülern gehen keine zehn in den katholischen RU, und das im nominell noch katholischen Rheinland. Meine ältere Tochter geht deswegen so gerne in den Schulgottesdienst (natürlich nur für RU-Kinder), weil da endlich mal über 20 Schüler sind und sie sich nicht so als Minderheit fühlt (die Schule hat > 400 Kinder).Benedikt hat geschrieben: ↑Mittwoch 11. Dezember 2019, 19:46Die Beobachtungen werden durch die amtliche Statistik der DBK im Wesentlichen gedeckt, obwohl die offiziellen Daten zum Gottesdienstbesuch traditionell geschönt sind. (Man legt auf den Zählsonntag den Familiengottesdienst mit Chor oder Band, etc.)kabelkeber hat geschrieben: ↑Mittwoch 11. Dezember 2019, 17:21Ich gehe davon aus, daß in ca. 5 bis 10 Jahren der Besuch der wesentlichen Jahresgottesdienste (Ostern, Weihnachten, Karfreitag,...) auf ein Minimum geschrumpft ist.
In Excel gibt es eine Prognosen-Funktion, die man mit historischen Daten füttern kann. Daraus werden Daten für die Zukunft berechnet. Da die Gottesdienstteilnehmerzahl seit Jahren linear abnimmt, ist im Jahr 2035 rechnerisch der Nullpunkt erreicht - vom heiligen Rest hat die Firma Microsoft wohl noch nichts gehört.
Quelle der historischen Daten: https://www.dbk.de/kirche-in-zahlen/kir ... statistik/
Zuwanderung hammer doch......PascalBlaise hat geschrieben: ↑Mittwoch 11. Dezember 2019, 19:57Was wir bräuchten, wäre mehr Zuwanderung. Aus Polen und den Philippinen.Damit könnte man den Trend vllt. noch umkehren.
Immer noch nicht begriffen
Wenn ich solche Interviews lese (warum tue ich mir das überhaupt an), dann wundert mich der Niedergang der Kirche überhapt nicht. Vor allem wundert mich nicht, daß der Papstbrief an die Kirche in Deutshcland (der erste seit 81 Jahren!) vollkommen konsequenzlos bleibt.
So eine Aussage, die ich der Befragten komplett abnehme (Hervorhebung von mir):
zeigt mir, daß bis zu den höchsten Kirchenstellen hierzulande die Leute wenig begriffen haben (ganz anders als der Papst, der den Bischöfen schon einmal die Leviten gelesen hatte, auch ohne Konsequenz).Ich habe viele Bischöfe kennengelernt, die mutig sind. Sie sagen, wenn wir wollen, dass die Kirche Bestand hat, müssen wir vorangehen.
Noch einmal rausgebrüllt zum Mitschreien: ES GEHT NICHT UM DIE KIRCHE, ES GEHT UM CHRISTUS!
Die Kirche ist zu mindestens 100% verzichtbar, wenn nicht Jesus Christus im Zentrum steht, wenn nicht alles, wirklich alles, um Seinetwillen getan wird. Wenn wir Ihn nicht zu den Menschen bringen, kann die Kirche hierzulande gerne verschwinden, wie sie es auch schon in anderen Ländern tat.
Nichts anderes, nur ein wenig länger und diplomatischer, hat Papst Franziskus den Bischöfen der darbenden Kirche hierzulande geschrieben.
Doch sie wollen nicht hören und drehen sich weiter fröhlich um sich selbst.
Bevor der letzte das Licht ausmacht, kommt hoffentlich noch jemand zu den bischöflichen Klerikern und nimmt ihnen die Spiegel weg, mit denen sie sich immer noch umgeben. Dann können sie für eine kurze Zeit sehen, wie es wirklich ist, bevor es dunkel wird.
Was ich von polnischen (Kirchen-)Gemeinden weiß, die in hiesigen Städten existieren, macht da keine Hoffnung. Die sind genauso ein geschlossenes Ghetto wie die Moslems.PascalBlaise hat geschrieben: ↑Mittwoch 11. Dezember 2019, 19:57Was wir bräuchten, wäre mehr Zuwanderung. Aus Polen und den Philippinen.Damit könnte man den Trend vllt. noch umkehren.
Das mag ja sein. Aber rein für die oben erwähnte Statistik der Gottesdienstbesucher wäre es trotzdem gut. Außerdem hat ja jede Messe, die gefeiert wird, einen Wert an sich und auch für den Besucher, ob er Pole ist oder nicht. Aber ja, auf lange Sicht und in punkto Mission bringt das nicht viel, da bin ich Deiner Meinung. Was aber auch eine Tatsache ist: Ohne Priester aus unserem östlichen Nachbarland sähe es hierzulande nochmal weit düsterer aus.taddeo hat geschrieben: ↑Mittwoch 11. Dezember 2019, 23:14Was ich von polnischen (Kirchen-)Gemeinden weiß, die in hiesigen Städten existieren, macht da keine Hoffnung. Die sind genauso ein geschlossenes Ghetto wie die Moslems.PascalBlaise hat geschrieben: ↑Mittwoch 11. Dezember 2019, 19:57Was wir bräuchten, wäre mehr Zuwanderung. Aus Polen und den Philippinen.Damit könnte man den Trend vllt. noch umkehren.
Mit leider auch ...PascalBlaise hat geschrieben: ↑Mittwoch 11. Dezember 2019, 23:24Ohne Priester aus unserem östlichen Nachbarland sähe es hierzulande nochmal weit düsterer aus.
Also sind polnische Priester mehrheitlich fundamentalistisch? Was ist das überhaupt? Daß man den katholischen Glauben als Fundament hat?Lauralarissa hat geschrieben: ↑Donnerstag 12. Dezember 2019, 10:00
Zwischen kirchentreu und fundamentalistisch ist ja auch noch mal ein Unterschied.
Papst Franziskus ist auch kirchentreu ...
Fundamentalistisch ist vielleicht ein wenig polemisch. Was mir bei manchen polnischen (und auch anderen Priestern aus anderen Ländern) auffällt, ist die Tatsache, dass sie mit einem hohem Wahrheitsanspruch kommen und gleichzeitig nicht bereit sind, die deutsche Mentalität ernst zu nehmen und sich auf sie einzulassen.Hanspeter hat geschrieben: ↑Donnerstag 12. Dezember 2019, 10:07Also sind polnische Priester mehrheitlich fundamentalistisch? Was ist das überhaupt? Daß man den katholischen Glauben als Fundament hat?Lauralarissa hat geschrieben: ↑Donnerstag 12. Dezember 2019, 10:00
Zwischen kirchentreu und fundamentalistisch ist ja auch noch mal ein Unterschied.
Papst Franziskus ist auch kirchentreu ...