Fundamentaltheologie

Schriftexegese. Theologische & philosophische Disputationen. Die etwas spezielleren Fragen.
Peduli
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 14:35
Peduli hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 11:17
Da sprichst Du eminent wichtige Probleme an! 8) 8) 8)

Aber das "Faß ohne Boden" wurde von Jesus Christus geöffnet…
das sehe ich etwas anders (aber doch ähnlich) – bildlich gesprochen: Christus hat die Sackgasse wieder aufgemacht, die die Schriftgelehrten im alten Judentum mit ihrer (verkappten) Beobachtung des Mosaischen Gesetzes geschlossen haben. Aber Er hat sie nicht nach hinten aufgemacht, sondern nach vorne, ohne das zu verwerfen, was in diese Sackgasse mitgenommen wurde: Mt 5,17-18
Sehr richtig! :daumen-rauf:

Nur hatten Saulus und Andere verhindern wollen, daß diese Sackgasse plötzlich wieder offen ist und der Mensch eine echte Entscheidungsmöglichkeit bekommt. Es brauchte ein Damaskuserlebnis, damit der Saulus zum Paulus wurde, der dann als Völkerapostel den katholischen Glauben im römischen Reich verkündete.
nomads hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 14:35
Peduli hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 11:17
als er die Ehebrecherin wegschickte und ihr nur die Weisung gab, nicht mehr zu sündigen. Er wandte "das Gesetz" nicht an und lies sie nicht von der Menge steinigen. Diese hätte gerne "das Gesetz" vollzogen und hätte sich anschließend pharisäerhaft in die Brust geworfen, ob der eigenen Gerechtigkeit.
an dieser Stelle erlaube ich mir einen Scherz: Und wenn Seine Mutter dabei gewesen wäre und einen Stein geworfen hätte? :blinker:
:breitgrins: :breitgrins: :breitgrins:
nomads hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 14:35
Peduli hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 11:17
Die Priester heutzutage sind angesichts des Sündenstolzes der Gay-Lobby in einer verzwickten Lage.
Sie müssen ja im Beichtgespräch ein Gespür für die Ernsthaftigkeit der Reue beim Pönitenten entwickeln, um die Absolution erteilen zu können.
die Priester könnten aber auch die Sünder informieren, dass es sinnlos ist eine Sünde zu beichten, von der man sich nicht wirklich befreien will. Eine solche Beichte ist dann unvollkommen, wenn nicht ungültig.
Das werden sie sicherlich auch das eine oder andere Mal tun, wenn sie dieses Gespür entwickeln konnten, der Pönitent ist unaufrichtig.
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

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nomads
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 14:44
nomads hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 14:35
Peduli hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 11:17
Die Priester heutzutage sind angesichts des Sündenstolzes der Gay-Lobby in einer verzwickten Lage.
Sie müssen ja im Beichtgespräch ein Gespür für die Ernsthaftigkeit der Reue beim Pönitenten entwickeln, um die Absolution erteilen zu können.
die Priester könnten aber auch die Sünder informieren, dass es sinnlos ist eine Sünde zu beichten, von der man sich nicht wirklich befreien will. Eine solche Beichte ist dann unvollkommen, wenn nicht ungültig.
Das werden sie sicherlich auch das eine oder andere Mal tun, wenn sie dieses Gespür entwickeln konnten, der Pönitent ist unaufrichtig.
dann könnten sie auch dem Pönitenten die Absolution verweigern und ihn dabei zurückzukommen bestellen, wenn sich dieser zusammenreißt und anfängt keusch zu leben.

Peduli
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 14:54
Peduli hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 14:44
nomads hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 14:35
die Priester könnten aber auch die Sünder informieren, dass es sinnlos ist eine Sünde zu beichten, von der man sich nicht wirklich befreien will. Eine solche Beichte ist dann unvollkommen, wenn nicht ungültig.
Das werden sie sicherlich auch das eine oder andere Mal tun, wenn sie dieses Gespür entwickeln konnten, der Pönitent ist unaufrichtig.
dann könnten sie auch dem Pönitenten die Absolution verweigern und ihn dabei zurückzukommen bestellen, wenn sich dieser zusammenreißt und anfängt keusch zu leben.
Nunja, wenn ihm die Absolution verweigert wird, dann wird's der Pönitent wohl kaum überall herumerzählen. Insbesondere deswegen, weil's berechtigt war!

Es bleibt also im forum internum ...............

Mich wundert mehr, daß ein auf solche Weise Verstockter überhaupt zur Beichte geht, obwohl er doch wissen könnte, daß selbst eine erteilte Absolution unwirksam ist, weil sie auf Lug und Betrug aufgebaut ist.
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 15:01
Nunja, wenn ihm die Absolution verweigert wird, dann wird's der Pönitent wohl kaum überall herumerzählen. Insbesondere deswegen, weil's berechtigt war!
aber warum sollten sie das überhaupt herumerzählen (egal ob mit Absolution oder ohne)?

Peduli hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 15:01
Mich wundert mehr, daß ein auf solche Weise Verstockter überhaupt zur Beichte geht, obwohl er doch wissen könnte, daß selbst eine erteilte Absolution unwirksam ist, weil sie auf Lug und Betrug aufgebaut ist.
glaubst Du wirklich, dass sie zu Beichte gehen?
Meiner Meinung nach, wollen sie nur Anerkennung/Zustimmung und die hl. Kommunion. Entweder ist ihnen das nicht klar (was Du grade hier geschrieben hast), oder sie tun es bewusst und spekulieren dabei auf die Vollmacht der Kirche, die sie von Christus erhalten hat (Joh 20,23).

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holzi
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von holzi »

Peduli hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 14:28
Letztens las ich, daß in Regensburg Jagdschlösser angezündet werden, weil sie die "falsche Eigentümerin" haben! :auweia: :auweia: :auweia:
War eine Fake-Nachricht. Da hat sich ein Antifa-Fascho ein bisserl wichtig machen wollen. Das Jagdschloss hat sich ganz klassisch durch die "gute alte" Elektrik selber abgefackelt. U.a. ist ein Server, den ich für den Golfclub da aufgesetzt habe, mit verbrannt. Immerhin hat sich dann die Frage, wie wir von VMware wegkommen, ganz von selbst gelöst. :breitgrins:
Also die Elektroinstallation war dort wirklich abartiges Gepfriemel.

Peduli
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von Peduli »

holzi hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 15:44
Peduli hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 14:28
Letztens las ich, daß in Regensburg Jagdschlösser angezündet werden, weil sie die "falsche Eigentümerin" haben! :auweia: :auweia: :auweia:
War eine Fake-Nachricht. Da hat sich ein Antifa-Fascho ein bisserl wichtig machen wollen. Das Jagdschloss hat sich ganz klassisch durch die "gute alte" Elektrik selber abgefackelt. U.a. ist ein Server, den ich für den Golfclub da aufgesetzt habe, mit verbrannt. Immerhin hat sich dann die Frage, wie wir von VMware wegkommen, ganz von selbst gelöst. :breitgrins:
Also die Elektroinstallation war dort wirklich abartiges Gepfriemel.
Auf die Presse ist wirklich Verlaß! ;D ;D ;D
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von nomads »

holzi hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 13:27
Wetter? Herrlich? Wie? Wo? In welchem Paralleluniversum treibst du dich rum? Hier in Regensburg wurden wir erst gestern zur lebenswertesten Stadt Deutschlands gewählt. Für Vampire. Wir haben schon wochenlang die Sonne nicht mehr gesehen. :motz:
holzi, offenbar hast Du fleißig gebetet - die Sonne ist wieder da und der Sonnenuntergang um so schöner:
https://www.wetteronline.de/wetterradar ... 64&wrm=4.9
:breitgrins:

Peduli
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 15:25
glaubst Du wirklich, dass sie zu Beichte gehen?
Ja, einige schon, aber sicherlich nicht alle! :pfeif: :pfeif: :pfeif:
nomads hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 15:25
Meiner Meinung nach, wollen sie nur Anerkennung/Zustimmung und die hl. Kommunion. Entweder ist ihnen das nicht klar (was Du grade hier geschrieben hast), oder sie tun es bewusst und spekulieren dabei auf die Vollmacht der Kirche, die sie von Christus erhalten hat (Joh 20,23).
In der Pippi-Langstrumpf-Welt der Gay-Ideologen ist das, was sie so miteinander treiben, schlimmstenfalls eine läßliche Sünde. Denn derlei Schandtaten gehören zu ihrem "Wesen".
Was nicht bedacht wird ist, daß dieses "Wesen" schneller der Verwesung anheimfällt als sie sich das vorstellen können/wollen.
Viele handeln auch nach dem Motto: Après moi, le déluge!
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 16:36
Was nicht bedacht wird ist, daß dieses "Wesen" schneller der Verwesung anheimfällt als sie sich das vorstellen können/wollen.
Wird es „nicht bedacht“ oder verdrängt?
„nicht bedacht“ kann man noch als Mangel/Schwäche/Unreife interpretieren.
Verdrängung ist eine bewusste Ablehnung dessen, was man bereits verstanden hat.

Peduli
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 17:52
Peduli hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 16:36
Was nicht bedacht wird ist, daß dieses "Wesen" schneller der Verwesung anheimfällt als sie sich das vorstellen können/wollen.
Wird es „nicht bedacht“ oder verdrängt?
Das hängt wohl sehr vom Einzelfall und der jeweils vorhandenen intellektuellen Leistungsfähigkeit ab.

Bei Jemandem, der den Spirago "konsumierte", wird's wohl mehr auf Verdrängung hinauslaufen! :auweia: :auweia: :auweia:
nomads hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 17:52
„nicht bedacht“ kann man noch als Mangel/Schwäche/Unreife interpretieren.
Verdrängung ist eine bewusste Ablehnung dessen, was man bereits verstanden hat.
Es ist m.E. ein eher diffiziler Disput zu führen, wenn man herausfinden will, ob denn die Vernunft oder der Wille die Oberhand in der menschlichen Seele hat.

Dieses "Faß" würde ich hier jetzt nicht aufmachen wollen! 8) 8) 8)

Schon der Exkurs zur Sakramententheologie verließ das Thread-Thema "Fundamentaltheologie". :blinker: :blinker: :blinker:
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 19:41
… ob denn die Vernunft oder der Wille die Oberhand in der menschlichen Seele hat.
ja, das ist eine wirklich interessante Frage (obwohl Du en Satz nicht mit einem Fragezeichen beendest hast).
Aber gut – zurück zu Fundamentaltheologie – ich greife hier eine Deiner früheren Aussagen auf:
Peduli hat geschrieben:
Sonntag 23. November 2025, 18:36
Ein Problem der Moderne scheint zu sein, daß aus dem gelegentlichen Schweigen GOTTES auf dessen Nicht-Existenz geschlossen wird! :hmm: :hmm: :hmm:
Damit hast Du sehr treffend etwas angestoßen. Aber die Moderne kann Gott nicht Schweigen vorwerfen, denn Gott hat sich offenbart und sich eigentlich ausreichend den Menschen mitgeteilt (Heilige Schrift). Ich möchte hier noch Seine - Ihm unterstellte - Untätigkeit hinzufügen und gestehe dabei, dass ich fast jeden Tag versucht werde, Seine Untätigkeit zu beklagen (nicht nur in Bezug auf mein eigenes Leben).

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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 20:16
Aber gut – zurück zu Fundamentaltheologie – ich greife hier eine Deiner früheren Aussagen auf:
Peduli hat geschrieben:
Sonntag 23. November 2025, 18:36
Ein Problem der Moderne scheint zu sein, daß aus dem gelegentlichen Schweigen GOTTES auf dessen Nicht-Existenz geschlossen wird! :hmm: :hmm: :hmm:
Damit hast Du sehr treffend etwas angestoßen. Aber die Moderne kann Gott nicht Schweigen vorwerfen, denn Gott hat sich offenbart und sich eigentlich ausreichend den Menschen mitgeteilt (Heilige Schrift).
Nunja, da kennst Du offenbar die Moderne nicht! ;D ;D ;D
Denn sie kann vieles; insbesondere kann sie vieles, was sie nicht soll.

Diese Differenz zwischen Können und Sollen ist ja der Grund für die Tragik im Weltgeschehen. Diese Differenz ist jedoch ein Paradoxon, weil sie auch die Ursache für die menschliche Freiheit ist. Gäbe es diese Differenz nicht, wäre der Mensch unfrei und damit könnte der Mensch auch nicht eine wirkliche Antwort auf den göttlichen Anruf geben.

Selbstverständlich hat Gott schon immer zu den Menschen gesprochen, aber gelegentlich hat er auch geschwiegen. Wobei ich glaube, daß Gott durch sein Schweigen den Menschen in die Stille locken möchte, damit er ihm in Ruhe seine Botschaften mitteilen kann.
Denn die allgemeine Offenbarung ist schließlich mit dem Tode der Apostel abgeschlossen.
nomads hat geschrieben:
Donnerstag 18. Dezember 2025, 20:16
Ich möchte hier noch Seine - Ihm unterstellte - Untätigkeit hinzufügen und gestehe dabei, dass ich fast jeden Tag versucht werde, Seine Untätigkeit zu beklagen (nicht nur in Bezug auf mein eigenes Leben).
In der Hl. Schrift steht:
Denn »meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege« – so lautet der Ausspruch des HERRN –; »sondern soviel der Himmel höher als die Erde ist, soviel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken höher als eure Gedanken.
(Jesaja 55, 8 f.)

Dies bedeutet sinngemäß: Der Mensch denkt und Gott lenkt!
Und unter Lenken ist schon ein beständiges, aktives Eingreifen in den Lauf der Dinge dieser Welt zu verstehen.
Als Mensch kann man sich auf die Spur Gottes begeben, die dieser höchstselbst in der Welt hinterlassen hat. Und wenn man richtig gesucht hat, wird dieser Weg in die katholische Kirche führen.
Deo gratias!
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von nomads »

Peduli,
Du schreibst alles so, als ob es eine im Stein gemeißelte Instruktion gäbe - und ja, ich wünschte es gäbe tatsächlich eine! :breitgrins:
Hätte sich die Moderne daran orientiert? Ich glaube nicht!
Peduli hat geschrieben:
Freitag 19. Dezember 2025, 08:17
Nunja, da kennst Du offenbar die Moderne nicht! ;D ;D ;D
Denn sie kann vieles; insbesondere kann sie vieles, was sie nicht soll.
das würde aber bedeuten, dass die Moderne entweder auf die Irrwege geleitet wurde, oder sie weiß, was sie soll, tut/redet aber das Gegenteil. Ist das dann am Ende nicht idiotisch?

Peduli hat geschrieben:
Freitag 19. Dezember 2025, 08:17
Diese Differenz zwischen Können und Sollen ist ja der Grund für die Tragik im Weltgeschehen. Diese Differenz ist jedoch ein Paradoxon, weil sie auch die Ursache für die menschliche Freiheit ist. Gäbe es diese Differenz nicht, wäre der Mensch unfrei und damit könnte der Mensch auch nicht eine wirkliche Antwort auf den göttlichen Anruf geben.
mit anderen Worten: Nur weil der Mensch sich auch gegen Gott entscheiden kann, ist er frei und seine Entscheidung für Gott ist nur dann authentisch, wenn er die Möglichkeit hat, sich anders zu entscheiden.

Peduli hat geschrieben:
Freitag 19. Dezember 2025, 08:17
Selbstverständlich hat Gott schon immer zu den Menschen gesprochen, aber gelegentlich hat er auch geschwiegen. Wobei ich glaube, daß Gott durch sein Schweigen den Menschen in die Stille locken möchte, damit er ihm in Ruhe seine Botschaften mitteilen kann.
ich glaube sogar, dass Gott nicht nur gelegentlich schweigt, sondern auch Seine Liebe zurückzieht, damit Ihn die Menschen wieder vermissen. Schreiend vermissen.

Peduli hat geschrieben:
Freitag 19. Dezember 2025, 08:17
Und unter Lenken ist schon ein beständiges, aktives Eingreifen in den Lauf der Dinge dieser Welt zu verstehen.
das will die Moderne nicht glauben und auch wir fragen uns: wieso lässt Gott so viel Leid zu?

Peduli hat geschrieben:
Freitag 19. Dezember 2025, 08:17
Als Mensch kann man sich auf die Spur Gottes begeben, die dieser höchstselbst in der Welt hinterlassen hat. Und wenn man richtig gesucht hat, wird dieser Weg in die katholische Kirche führen.
Deo gratias!
das kann ich sofort unterschreiben, aber wieso haben die Moderne, Nichtkatholiken, Atheisten nicht richtig gesucht? Wurden sie fehlgeleitet oder, trotz der richtigen Anleitung suchten sie auf Umwegen?

Peduli
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Freitag 19. Dezember 2025, 08:48
Peduli,
Du schreibst alles so, als ob es eine im Stein gemeißelte Instruktion gäbe - und ja, ich wünschte es gäbe tatsächlich eine! :breitgrins:
Hätte sich die Moderne daran orientiert? Ich glaube nicht!
Nunja, damals auf dem Berge wurde dem Moses eine in Stein gemeißelte Instruktion übergeben! :blinker:

Und Moses zählt zu den Erzvätern des katholischen Glaubens. 8)
Das ist seit dem Kampf gegen die Marcionisten klar gestellt und gesichert.

Und die in Stein gemeißelte Instruktion wurde zur naturrechtlichen Lehre weiterentwickelt.
Sie ist zwar momentan nicht sehr en vogue, aber wirkt nichtsdestotrotz im Hintergrunde weiter.
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Freitag 19. Dezember 2025, 08:48
Peduli hat geschrieben:
Freitag 19. Dezember 2025, 08:17
Nunja, da kennst Du offenbar die Moderne nicht! ;D ;D ;D
Denn sie kann vieles; insbesondere kann sie vieles, was sie nicht soll.
das würde aber bedeuten, dass die Moderne entweder auf die Irrwege geleitet wurde, oder sie weiß, was sie soll, tut/redet aber das Gegenteil. Ist das dann am Ende nicht idiotisch?
Die Welt ist der Kirche nicht freundlich gesonnen, obwohl die Kirche die Frohe Botschaft verkündigen soll und diese auch seit immerhin 2.000 Jahren verkündigt hat.
Nicht umsonst heißt ein geflügeltes Wort: Undank ist der Welt Lohn! :doktor:

Und die aktuelle Situation hat selbstverständlich einen langen ideengeschichtlichen Vorlauf.
Diesen Vorlauf allerdings hier auszubreiten, würde den Rahmen dieses Threads sprengen ...............
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Freitag 19. Dezember 2025, 08:48
Peduli hat geschrieben:
Freitag 19. Dezember 2025, 08:17
Diese Differenz zwischen Können und Sollen ist ja der Grund für die Tragik im Weltgeschehen. Diese Differenz ist jedoch ein Paradoxon, weil sie auch die Ursache für die menschliche Freiheit ist. Gäbe es diese Differenz nicht, wäre der Mensch unfrei und damit könnte der Mensch auch nicht eine wirkliche Antwort auf den göttlichen Anruf geben.
mit anderen Worten: Nur weil der Mensch sich auch gegen Gott entscheiden kann, ist er frei und seine Entscheidung für Gott ist nur dann authentisch, wenn er die Möglichkeit hat, sich anders zu entscheiden.
So würde ich das nicht ausdrücken! :neinfreu:

Vielmehr läuft es auf eine Unterscheidung zwischen total und totalitär hinaus.
Gott ist zwar total und in seiner Totalität absolut, aber er ist eben kein totalitärer Herrscher. Sein Heilswillen ist universal. Und um genau diese Absicht kundzutun, hat er seinen Sohn gesandt. Damit sollten die Menschen befähigt werden, an seinem universalen Heilswillen mitzuwirken; aber eben nicht gegen den Willen des Menschen.

Nichtsdestoweniger glaube ich, daß Gott schon seine pädagogischen Methoden hat, auch eher widerspenstige Geschöpfe auf den schmalen Weg zu schubsen, damit sie durch die enge Pforte gehen können. :ja: :ja: :ja:
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Freitag 19. Dezember 2025, 08:48
Peduli hat geschrieben:
Freitag 19. Dezember 2025, 08:17
Selbstverständlich hat Gott schon immer zu den Menschen gesprochen, aber gelegentlich hat er auch geschwiegen. Wobei ich glaube, daß Gott durch sein Schweigen den Menschen in die Stille locken möchte, damit er ihm in Ruhe seine Botschaften mitteilen kann.
ich glaube sogar, dass Gott nicht nur gelegentlich schweigt, sondern auch Seine Liebe zurückzieht, damit Ihn die Menschen wieder vermissen. Schreiend vermissen.
Ja, das ist richtig: Not lehrt beten!
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Freitag 19. Dezember 2025, 08:48
Peduli hat geschrieben:
Freitag 19. Dezember 2025, 08:17
Und unter Lenken ist schon ein beständiges, aktives Eingreifen in den Lauf der Dinge dieser Welt zu verstehen.
das will die Moderne nicht glauben und auch wir fragen uns: wieso lässt Gott so viel Leid zu?
Das Theodizee-Problem wird gerne als Speerspitze des Atheismus genutzt! :roll: :roll: :roll:

Allerdings zeigt sich darin auch die Hybris des Menschen, denn es steht dem Menschen schlicht und ergreifend nicht zu, seinen Schöpfer vor's Gericht zu zerren. Der HERR gibt und der HERR nimmt, unsere Aufgabe - um nicht zu sagen: unsere Pflicht! ! ! - ist es, IHN dafür zu loben.

Es ist eine Engführung von Realitätssicht, wenn Gott auf einen Gott der Barmherzigkeit reduziert wird.
ER ist auch ein gerechter Gott!
Und diese (seine) Gerechtigkeit wird spätestens im Zeitpunkt des Todes herbeigeführt.
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Freitag 19. Dezember 2025, 08:48
Peduli hat geschrieben:
Freitag 19. Dezember 2025, 08:17
Als Mensch kann man sich auf die Spur Gottes begeben, die dieser höchstselbst in der Welt hinterlassen hat. Und wenn man richtig gesucht hat, wird dieser Weg in die katholische Kirche führen.
Deo gratias!
das kann ich sofort unterschreiben, aber wieso haben die Moderne, Nichtkatholiken, Atheisten nicht richtig gesucht? Wurden sie fehlgeleitet oder, trotz der richtigen Anleitung suchten sie auf Umwegen?
Errare humanum est! :unbeteiligttu: :unbeteiligttu: :unbeteiligttu:
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Freitag 19. Dezember 2025, 16:10
Das Theodizee-Problem wird gerne als Speerspitze des Atheismus genutzt! :roll: :roll: :roll:

Allerdings zeigt sich darin auch die Hybris des Menschen, denn es steht dem Menschen schlicht und ergreifend nicht zu, seinen Schöpfer vor's Gericht zu zerren.
na ja… man muss nicht gleich mit Gott ins Gericht gehen. Ich habe viele Menschen kennengelernt, die darunter leiden und wenige, die ganz vom Glauben abgefallen sind (zumindest gaben sie an, dass sie deshalb nichts mehr mit Gott und der Kirche am Hut haben wollen).

Peduli hat geschrieben:
Freitag 19. Dezember 2025, 16:10
Es ist eine Engführung von Realitätssicht, wenn Gott auf einen Gott der Barmherzigkeit reduziert wird.

Es ist eine Engführung von Realitätssicht, wenn Gott auf einen Gott der Barmherzigkeit reduziert wird.
ER ist auch ein gerechter Gott!
noch schlimmer wird es, wenn man mit Bezug auf seine Barmherzigkeit (Mt 9,13), seine Gerechtigkeit und Gebote versucht zu umgehen.

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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Samstag 20. Dezember 2025, 11:46
Peduli hat geschrieben:
Freitag 19. Dezember 2025, 16:10
Das Theodizee-Problem wird gerne als Speerspitze des Atheismus genutzt! :roll: :roll: :roll:

Allerdings zeigt sich darin auch die Hybris des Menschen, denn es steht dem Menschen schlicht und ergreifend nicht zu, seinen Schöpfer vor's Gericht zu zerren.
na ja… man muss nicht gleich mit Gott ins Gericht gehen. Ich habe viele Menschen kennengelernt, die darunter leiden und wenige, die ganz vom Glauben abgefallen sind (zumindest gaben sie an, dass sie deshalb nichts mehr mit Gott und der Kirche am Hut haben wollen).
Nunja, gemeinhin wird das Theodizee-Problem mit folgender Frage assoziiert:
Wie kann es angesichts des massiven Leidens in dieser Welt einen guten (Schöpfer-)Gott geben? :hmm:

Hierbei ist besonders interessant, daß dieses Theodizee-Problem meines Wissens nur in dem Kulturraum der westlichen Zivilisationen mehr oder weniger hitzig diskutiert wird. Geschichtlich ausgelöst durch das Erdbeben von Lissabon im Jahre 1755.
nomads hat geschrieben:
Samstag 20. Dezember 2025, 11:46
Peduli hat geschrieben:
Freitag 19. Dezember 2025, 16:10
Es ist eine Engführung von Realitätssicht, wenn Gott auf einen Gott der Barmherzigkeit reduziert wird.

Es ist eine Engführung von Realitätssicht, wenn Gott auf einen Gott der Barmherzigkeit reduziert wird.
ER ist auch ein gerechter Gott!
noch schlimmer wird es, wenn man mit Bezug auf seine Barmherzigkeit (Mt 9,13), seine Gerechtigkeit und Gebote versucht zu umgehen.
In der Tat! :daumen-rauf: :daumen-rauf: :daumen-rauf:
Insbesondere wird in der Moderne versucht durch Sündenstolz die Sündhaftigkeit eines bestimmten Tuns zu negieren.
Schon auf rein philosophischer Ebene kommt man - soweit man intellektuell redlich bleibt - zu dem Schluß, daß man sein eigenes Tun von den Folgen her zu bedenken hat. Mithin ist schon der vernünftige Mensch einsichtsfähig und nicht erst der gläubige Mensch, dessen Geist durch den Glauben illuminiert worden ist.
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

(F.J.S.)

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Peduli
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von Peduli »

Überlegungen zum Begriff »katholisch«


Der Begriff »katholisch« kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen: »Kath« und »holon«. Hierbei hat »Kath« die Bedeutung über resp. herab und »holon« die Bedeutung das Ganze oder ganzheitlich.
Sinngemäß hat also katholisch die Bedeutung »Herabgekommen« oder »das Ganze umfassend«, je nachdem welcher Wortteil stärker gewichtet wird.

Meines Erachtens sind hierbei prinzipiell zwei Deutungen möglich:
1. die transzendente Deutung
Bei der transzendenten Deutung wird von der Bedeutung »Herabgekommen« ausgegangen.
Etwas, das herabgekommen ist, kommt denknotwendigerweise von oben. Es war also zuvor über dem, in das es dann anschließend herabgekommen ist. Da die Kirche universell ist, heißt dies, das sie von außerhalb des Universums gegründet worden ist; von etwas, was über dem Universum gestanden hat und auch weiterhin steht.
Man kann sich dies in einem Bild wie folgendermaßen vorstellen: Wenn Licht durch eine Fensterscheibe fällt, ist das Licht nun auch innerhalb der Fensterscheibe. Die „Fensterscheibe“ steht hierbei für das Universum.

2. die immanente Deutung
Bei der immanenten Deutung wird von der Bedeutung »das Ganze umfassend« ausgegangen und spaltet sich in zwei weiter Unterbedeutungen auf.
a) Wenn »das Ganze« als heil - negativ ausgedrückt: nicht kaputt - verstanden wird, dann umfaßt es das Heile in einem ansonsten unheilen Universum.
b) Wenn »das Ganze« als alles verstanden wird, dann umfaßt es eben ausnahmslos alles in einem bereits existenten Universum.
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

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nomads
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Donnerstag 25. Dezember 2025, 09:23
Überlegungen zum Begriff »katholisch«

Der Begriff »katholisch« kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen: »Kath« und »holon«. Hierbei hat »Kath« die Bedeutung über resp. herab und »holon« die Bedeutung das Ganze oder ganzheitlich.
Sinngemäß hat also katholisch die Bedeutung »Herabgekommen« oder »das Ganze umfassend«, je nachdem welcher Wortteil stärker gewichtet wird.
ich versuche es bildlich zu beschreiben, wie das „Katholische“ funktionieren soll:
Für mich ist es wie der breite ("katholische" / allumfassende) Eingang eines Trichters, der umgestülpt wurde – s. Bild

von unten nach oben - von der immanenten Deutung, zu transzendenten Deutung:

Bildquelle


Unten befindet sich der katholische (allumfassende) Eingang, der zum verengten Trichterhals führt (zum engen Tor – Mt 7,13) und Oben befindet sich das enge Tor (Mt 7,14), das zum Leben führt. Christus sagte: „das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dahin ist schmal und nur wenige finden ihn.“
Viele glauben, dass allein die Gegenwart des Trichtereingangs (der katholischen Kirche) bereits reicht, um in den Himmel von oben eingesaugt zu werden und suchen nicht nach dem schmalen Trichterhals, den Voraussetzungen (Mk 16,16 und Mt 7,21 u.a.), die der festgelegt hat, der die katholische Kirche gestiftet hat. Die Bedingungen kann man nicht umgehen und es reicht nicht, sich im breiten, allumfassenden Eingang des katholischen (allumfassenden) Trichters zu befinden und zu glauben, Kinder Gottes zu sein und von Gott geliebt zu werden (weil die Kirche das verkündet). Mit Lippenbekenntnissen und Zugehörigkeit zur "katholischen“ Kirche befindet man sich vielleicht im breiten Trichtereingang (im „Katholischen“), man muss aber auch den Geboten Gottes folgen (vgl. Joh 14,15)

Peduli
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Donnerstag 25. Dezember 2025, 17:13
Peduli hat geschrieben:
Donnerstag 25. Dezember 2025, 09:23
Überlegungen zum Begriff »katholisch«

Der Begriff »katholisch« kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen: »Kath« und »holon«. Hierbei hat »Kath« die Bedeutung über resp. herab und »holon« die Bedeutung das Ganze oder ganzheitlich.
Sinngemäß hat also katholisch die Bedeutung »Herabgekommen« oder »das Ganze umfassend«, je nachdem welcher Wortteil stärker gewichtet wird.
ich versuche es bildlich zu beschreiben, wie das „Katholische“ funktionieren soll:
Für mich ist es wie der breite ("katholische" / allumfassende) Eingang eines Trichters, der umgestülpt wurde – s. Bild

von unten nach oben - von der immanenten Deutung, zu transzendenten Deutung:

Bildquelle


Unten befindet sich der katholische (allumfassende) Eingang, der zum verengten Trichterhals führt (zum engen Tor – Mt 7,13) und Oben befindet sich das enge Tor (Mt 7,14), das zum Leben führt. Christus sagte: „das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dahin ist schmal und nur wenige finden ihn.“
Viele glauben, dass allein die Gegenwart des Trichtereingangs (der katholischen Kirche) bereits reicht, um in den Himmel von oben eingesaugt zu werden und suchen nicht nach dem schmalen Trichterhals, den Voraussetzungen (Mk 16,16 und Mt 7,21 u.a.), die der festgelegt hat, der die katholische Kirche gestiftet hat. Die Bedingungen kann man nicht umgehen und es reicht nicht, sich im breiten, allumfassenden Eingang des katholischen (allumfassenden) Trichters zu befinden und zu glauben, Kinder Gottes zu sein und von Gott geliebt zu werden (weil die Kirche das verkündet). Mit Lippenbekenntnissen und Zugehörigkeit zur "katholischen“ Kirche befindet man sich vielleicht im breiten Trichtereingang (im „Katholischen“), man muss aber auch den Geboten Gottes folgen (vgl. Joh 14,15)
Das ist eine ausgesprochen zutreffende Schilderung! :klatsch: :klatsch: :klatsch:
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von nomads »

"Wir müssen zurück zum Wort Gottes und zu dem, was Jesus uns vom Vater im Himmel gelehrt und nahe gebracht hat...." (Quelle)

Codex Iuris Canonici:
Can. 213 — Die Gläubigen haben das Recht, aus den geistlichen Gütern der Kirche, insbesondere dem Wort Gottes und den Sakramenten, Hilfe von den geistlichen Hirten zu empfangen.
Can. 214 — Die Gläubigen haben das Recht, den Gottesdienst gemäß den Vorschriften des eigenen, von den zuständigen Hirten der Kirche genehmigten Ritus zu feiern und der eigenen Form des geistlichen Lebens zu folgen, sofern diese mit der Lehre der Kirche übereinstimmt.


Seit Jahren also verstößt die Kirche gegen die Canones, die sie selber formuliert hat.

Vielleicht sollte man die Schlange aus dem Paradies mit der Glaubensverkündigung beauftragen, sie hatte mehr Erfolg gehabt als die heutige Kirche.

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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von Peduli »

Trojanische Pferd[e] in der Stadt Gottes sind keine gute Idee! :dudu: :dudu: :dudu:

Dies wußte schon der Phänomenologe und Katholik Dietrich von Hildebrand! :ja: :ja: :ja:

Auch der Volksmund tut kund:
Man soll den Bock nicht zum Gärtner machen ......................
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Samstag 3. Januar 2026, 19:04
Vielleicht sollte man die Schlange aus dem Paradies mit der Glaubensverkündigung beauftragen, sie hatte mehr Erfolg gehabt als die heutige Kirche.
Und noch eine Anmerkung zu diesem Gedanken:
In den Augen der Welt ist Jesus Christus grandios gescheitert! :auweia: :auweia: :auweia:
Er stirbt am Kreuz einen schändlichen Tod, den ER - selbst wenn man rein weltliche Maßstäbe anlegen würde - keinesfalls verdient hatte. Und in den Augen der Welt ist ER auch nicht am dritten Tage auferstanden. In den Augen der Welt gibt es keinen Gott. In den Augen der Welt ist Letzterem zufolge sogar Gott gestorben, wenn denn Jesus Christus überhaupt je Gott gewesen sein sollte. Nietzsche läßt grüßen! :( :( :(

Die Kirche aber betrachtet die Welt nicht mit den Augen der Welt, sondern als Schöpfung des einen und dreifaltigen Gottes, die in seinen Händen gut aufgehoben ist.
Und schon der Völkerapostel Paulus schreibt im ersten Kapitel des 1. Briefes an die Korinther:
Die Juden fordern Zeichen, die Griechen suchen Weisheit. Wir dagegen verkünden Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein Ärgernis, für Heiden eine Torheit, für die Berufenen aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit. Denn das Törichte an Gott ist weiser als die Menschen und das Schwache an Gott ist stärker als die Menschen.
Laßt uns also nicht die Torheit der Welt für klüger halten als das Törichte an Gott! :ja: :ja: :ja:

Und nein, damit wird kein Fideismus gepredigt, sondern es wird auf die Confessiones des Hl. Augustinus verwiesen, der dort auffordert, die Welt mit den Augen Gottes zu sehen.

Amen!
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Samstag 3. Januar 2026, 19:57
Trojanische Pferd[e] in der Stadt Gottes sind keine gute Idee! :dudu: :dudu: :dudu:

Dies wußte schon der Phänomenologe und Katholik Dietrich von Hildebrand! :ja: :ja: :ja:

Auch der Volksmund tut kund:
Man soll den Bock nicht zum Gärtner machen ......................
ich dachte weder an ein Trojanisches Pferd, noch an einen Bock. Ich dachte eher an eine Opposition, die genau das Verkündet, was die Kirche verkünden soll jedoch vernachlässigt. Oppositionen sind modern und scheinen für die Masse plausibel zu sein – z.B. in Deutschland glauben 60% der Menschen der jetzigen Regierung nicht – s. Link


Peduli hat geschrieben:
Sonntag 4. Januar 2026, 08:48
In den Augen der Welt ist Letzterem zufolge sogar Gott gestorben, wenn denn Jesus Christus überhaupt je Gott gewesen sein sollte.
wenn Jesus in den Augen der Welt überhaupt je Gott gewesen sein sollte, dann verrät das die Widersprüchlichkeit im Denken dieser Welt, denn Gott ist nur dann Gott, wenn er ewig ist, was Jesus im Joh 8,58 angedeutet hat. Deshalb bleibt der Welt nichts anderes übrig, als an Gott nicht zu glauben, um konsequent sich selber treu zu bleiben – in einem selbstkonstruierten Gedankengefängnis.

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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Sonntag 4. Januar 2026, 11:57
Ich dachte eher an eine Opposition, die genau das Verkündet, was die Kirche verkünden soll jedoch vernachlässigt. Oppositionen sind modern und ................
Auf Laienebene gibt es bereits eine Alternativveranstaltung zum eher zeitgeistorientierten ZdK:
:emil: :emil: :emil:

Forum Deutscher Katholiken

:daumen-rauf: :daumen-rauf: :daumen-rauf:
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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Sonntag 4. Januar 2026, 12:54
Auf Laienebene gibt es bereits eine Alternativveranstaltung zum eher zeitgeistorientierten ZdK:
:emil: :emil: :emil:

Forum Deutscher Katholiken

:daumen-rauf: :daumen-rauf: :daumen-rauf:
Für die deutsche Kirche und Öffentlichkeit ist dieses Forum und auch der „neuer Anfang“ so gut wie unsichtbar und irrelevant, da man ihm keine öffentliche Bühne anbietet. Eigentlich haben wir schon eine „Opposition“ innerhalb der Kirche – die dem Traditionalismus zugewandten Gemeinschaften, wobei die FSSPX viel mehr erreichen könnte, wenn sie endlich die Texte des V2 nicht mehr in Frage stellen und kritisieren würde. Statt das V2 zu kritisieren, sollte eben diese „Opposition“ ihre Kritik vehement gegen die Passivität und Gutgläubigkeit der Kirchenleitung richten. Auch der NOM sollte nicht deswegen kritisiert werden, weil es ihn gibt, sondern weil er immer wieder entstellt und profaniert wird.

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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Sonntag 4. Januar 2026, 13:10
Peduli hat geschrieben:
Sonntag 4. Januar 2026, 12:54
Auf Laienebene gibt es bereits eine Alternativveranstaltung zum eher zeitgeistorientierten ZdK:
:emil: :emil: :emil:

Forum Deutscher Katholiken

:daumen-rauf: :daumen-rauf: :daumen-rauf:
Für die deutsche Kirche und Öffentlichkeit ist dieses Forum und auch der „neuer Anfang“ so gut wie unsichtbar und irrelevant, da man ihm keine öffentliche Bühne anbietet.
Manche Dinge sind zu tun, weil sie einen inhärenten Zweck verfolgen, der sie - quasi automatisch :emil: :emil: :emil: - sinnvoll macht! :ja: :ja: :ja:

Das antagonistische Gegenbeispiel ist eine Abtreibung, welche moralisch nur in dem Falle gerechtfertigt werden kann, wenn das Leben der Schwangeren in Gefahr ist.

Und das Leben der bei Frl. Vicky Pedia genannten Kuratoriumsmitglieder ist nicht in Gefahr; zumindest noch nicht! :unbeteiligttu: :unbeteiligttu: :unbeteiligttu:
nomads hat geschrieben:
Sonntag 4. Januar 2026, 13:10
Eigentlich haben wir schon eine „Opposition“ innerhalb der Kirche – die dem Traditionalismus zugewandten Gemeinschaften, wobei die FSSPX viel mehr erreichen könnte, wenn sie endlich die Texte des V2 nicht mehr in Frage stellen und kritisieren würde. Statt das V2 zu kritisieren, sollte eben diese „Opposition“ ihre Kritik vehement gegen die Passivität und Gutgläubigkeit der Kirchenleitung richten. Auch der NOM sollte nicht deswegen kritisiert werden, weil es ihn gibt, sondern weil er immer wieder entstellt und profaniert wird.
Für Probleme, die durch Paraschismatiker verursacht werden, kann der Katholik im Allgemeinen nicht verantwortlich gemacht werden. Dann gilt der schon aus dem römischen Recht bekannte Grundsatz: Ultra posse nemo obligatur!
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

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Re: Fundamentaltheologie

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Montag 5. Januar 2026, 05:41
Manche Dinge sind zu tun, weil sie einen inhärenten Zweck verfolgen, der sie - quasi automatisch :emil: :emil: :emil: - sinnvoll macht! :ja: :ja: :ja:
sinnvoll ja, erfolgreich (im Sinne von Evangelisierung/Neuevangelisierung), nein.
Vom "Forum Deutscher Katholiken" habe ich bereits vor 20 Jahren gehört und gelesen, der "neuer Anfang" scheint neu zu sein, aber solange die deutschen Bischöfe immer wieder einen Weichling zum Vorsitzenden der DBK wählen und selber nicht anfangen das abzulehnen, was die Kirche ruiniert, wird sich nichts ändern.

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