Mißbrauchsanschuldigungen

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Peduli
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Peduli »

Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
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nomads
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von nomads »

Knechtsgestalt hat geschrieben:
Montag 6. Mai 2024, 18:03
Ich kann mich noch gut erinnern, wie das Bistum Regensburg, speziell dessen damaliger Pressesprecher Clemens Neck und dessen damaliger Generalvikar Michael Fuchs nach dem Hochkochen des Themas in der Presse herumgetönt haben, Herr Linder sei “unabhängig und vertrauenswürdig”.
So vertrauenswürdig wie sie selbst, das meinten sie wohl.
Diese Kirchenfunktionäre sorgen selbst für deren Niedergang.
wessen Niedergang? Der Kirche?
Ja, das stimmt. Vor allem aber sorgen die Verbrecher (egal ob hetero oder schwul!) für den Niedergang, aber die kritisierst Du nicht. Wieso nicht?

Es gibt Katholiken und es gibt „Katholiken“: Die Einen beklagen die Missbrauchsskandale und verurteilen (verbal) die Verbrecher und das Verbrechen.
Die Anderen unterstellen den Kirchenfunktionären Vertuschung, um nicht die Verbrecher zu richten, weil Jesus sagte: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!“ –, damit kommen sie sich weise und gescheit vor, und glauben anderen vormachen zu können, wie sie treu nach dem Evangelium leben. Dass sie damit Bischöfe und Kardinäle richten, ja sogar den Papst und das eigentliche Verbrechen vertuschen, merken sie irgendwie nicht.

Knechtsgestalt
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Knechtsgestalt »

nomads hat geschrieben:
Sonntag 11. Januar 2026, 14:59
Knechtsgestalt hat geschrieben:
Montag 6. Mai 2024, 18:03
Ich kann mich noch gut erinnern, wie das Bistum Regensburg, speziell dessen damaliger Pressesprecher Clemens Neck und dessen damaliger Generalvikar Michael Fuchs nach dem Hochkochen des Themas in der Presse herumgetönt haben, Herr Linder sei “unabhängig und vertrauenswürdig”.
So vertrauenswürdig wie sie selbst, das meinten sie wohl.
Diese Kirchenfunktionäre sorgen selbst für deren Niedergang.
wessen Niedergang? Der Kirche?
Ja, das stimmt. Vor allem aber sorgen die Verbrecher (egal ob hetero oder schwul!) für den Niedergang, aber die kritisierst Du nicht. Wieso nicht?

Sie sollten meine Beiträge nicht so selektiv lesen.
Selbstverständlich verurteile ich Missbrauchstäter aber natürlich auch deren Vorgesetzte und die Vertuscher.
In der Kirche geht es nur noch um 2 Dinge: Missbrauch und Geld.
Beim Geld ist die Frage "Wie kann man den Gläubigen mehr abpressen?" und beim Missbrauch ist die Frage "Wie kann man noch effektiver vertuschen?".

nomads
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von nomads »

Knechtsgestalt hat geschrieben:
Sonntag 11. Januar 2026, 16:02
Sie sollten meine Beiträge nicht so selektiv lesen.
dann schreiben Sie diese so, dass ich sie nicht selektiv lesen kann! :breitgrins:

Knechtsgestalt hat geschrieben:
Sonntag 11. Januar 2026, 16:02
Selbstverständlich verurteile ich Missbrauchstäter ...
wo, in welchem Ihrer Beiträge? - zitieren Sie sich!

Knechtsgestalt hat geschrieben:
Sonntag 11. Januar 2026, 16:02
aber natürlich auch deren Vorgesetzte und die Vertuscher.
Noch mal zu den „Einzelfällen“ vom Kardinal Müller, die Sie im Thema „Neuevangelisierung / Mission“ erwähnt haben:
Es gibt in Deutschland über 11000 katholische Priester - Ihre Beiträge klingen so, als ob pauschal alle bereits Täter wären. Die Missbrauchsfälle werden aber nur bekannt, wenn sich der Täter selber anzeigt oder vom Opfer angezeigt wird.
Wenn der Kardinal (oder jeder andere Ortsordinarius) als Beichtvater zu den Missbrauchsfällen geschwiegen hat, dann vielleicht nur deshalb, weil der Täter seine Taten in der Beichte bekannte. So wäre also jeder Hinweis von ihm (vom Beichtvater) – auch nur der kleinste (auch selbst die Berufung auf das Beichtgeheimnis) - bereits Verletzung des Beichtgeheimnisses. Die einzige Möglichkeit, die der Beichtvater hat, ist dem beichtenden Täter die Absolution zu verweigern und zu schweigen.
Hätte der Kardinal (oder jeder andere Ortsordinarius) in den Missbrauchsfällen das Beichtgeheimnis verletzt, hätte die selbe Jagdmeute (und Sie auch!) den Rücktritt des Kardinals (des Beichtvaters), wegen Verletzung des Beichtgeheimnisses gefordert.
Woher wollen Sie also von anderen Missbrauchsfällen wissen?

Knechtsgestalt
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Knechtsgestalt »

nomads hat geschrieben:
Sonntag 11. Januar 2026, 16:18
Knechtsgestalt hat geschrieben:
Sonntag 11. Januar 2026, 16:02
Sie sollten meine Beiträge nicht so selektiv lesen.
dann schreiben Sie diese so, dass ich sie nicht selektiv lesen kann! :breitgrins:

Knechtsgestalt hat geschrieben:
Sonntag 11. Januar 2026, 16:02
Selbstverständlich verurteile ich Missbrauchstäter ...
wo, in welchem Ihrer Beiträge? - zitieren Sie sich!

Knechtsgestalt hat geschrieben:
Sonntag 11. Januar 2026, 16:02
aber natürlich auch deren Vorgesetzte und die Vertuscher.
Noch mal zu den „Einzelfällen“ vom Kardinal Müller, die Sie im Thema „Neuevangelisierung / Mission“ erwähnt haben:
Es gibt in Deutschland über 11000 katholische Priester - Ihre Beiträge klingen so, als ob pauschal alle bereits Täter wären. Die Missbrauchsfälle werden aber nur bekannt, wenn sich der Täter selber anzeigt oder vom Opfer angezeigt wird.
Wenn der Kardinal (oder jeder andere Ortsordinarius) als Beichtvater zu den Missbrauchsfällen geschwiegen hat, dann vielleicht nur deshalb, weil der Täter seine Taten in der Beichte bekannte. So wäre also jeder Hinweis von ihm (vom Beichtvater) – auch nur der kleinste (auch selbst die Berufung auf das Beichtgeheimnis) - bereits Verletzung des Beichtgeheimnisses. Die einzige Möglichkeit, die der Beichtvater hat, ist dem beichtenden Täter die Absolution zu verweigern und zu schweigen.
Hätte der Kardinal (oder jeder andere Ortsordinarius) in den Missbrauchsfällen das Beichtgeheimnis verletzt, hätte die selbe Jagdmeute (und Sie auch!) den Rücktritt des Kardinals (des Beichtvaters), wegen Verletzung des Beichtgeheimnisses gefordert.
Woher wollen Sie also von anderen Missbrauchsfällen wissen?
Bereits die Ohrenbeichte mit einem Kind ist schwerster Missbrauch.
Das gehört verboten.
In der Kirche geht es nur noch um 2 Dinge: Missbrauch und Geld.
Beim Geld ist die Frage "Wie kann man den Gläubigen mehr abpressen?" und beim Missbrauch ist die Frage "Wie kann man noch effektiver vertuschen?".

nomads
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von nomads »

Ich schrieb nichts von Beichte der Kinder, sondern der Täter, Du Rechtsverdreher - also beantworte meine Fragen oder geh Joggen, das bringt mehr!

Peduli
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Peduli »

Die Fakten in den Blick nehmen:
Was steht im Missbrauchsgutachten von Paderborn?

Besser spät als nie! :traurigtaps: :traurigtaps: :traurigtaps:
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ottaviani
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von ottaviani »

der Kirche wäre es natürlich lieber es würde nie öffentlich

Peduli
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Peduli »

ottaviani hat geschrieben:
Montag 16. März 2026, 06:03
der Kirche wäre es natürlich lieber es würde nie öffentlich
Nein, für die Kirche liegt dieser schmerzhafte Selbstreinigungsprozeß mittlerweile im eigenen Interesse. Denn Glaubwürdigkeit kann nur durch derlei Aufarbeitung erreicht werden.
Diese Sichtweise war nicht immer und nicht bei Allen verbreitet, aber auch wenn die Wahrheit weh tut, bleibt sie doch die Wahrheit! 8) 8) 8)
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nomads
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von nomads »

ottaviani hat geschrieben:
Montag 16. März 2026, 06:03
der Kirche wäre es natürlich lieber es würde nie öffentlich
Du irrst Dich!
der Kirche wäre es lieber, es gäbe keinen Missbrauch.

Peduli
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Montag 16. März 2026, 08:11
ottaviani hat geschrieben:
Montag 16. März 2026, 06:03
der Kirche wäre es natürlich lieber es würde nie öffentlich
Du irrst Dich!
der Kirche wäre es lieber, es gäbe keinen Missbrauch.
Auch DAS ist vollkommen richtig! :daumen-rauf: :daumen-rauf: :daumen-rauf:
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
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Peduli
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Peduli »

Ein Beitrag zur Aufarbeitung des Skandals:

Psychogramm des Täters im Priesteramt

Offen und ehrlich bis an die Grenze der Schonungslosigkeit! :daumen-rauf: :daumen-rauf: :daumen-rauf:
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von nomads »

Nichts gegen Frau M. Strauss – ihre Videos sind gut gemacht und sie referiert auch gut.
Aber bei diesen Themen kommt mir die Galle hoch.
Bereits vor Jahren haben Kriminalpsychologen im TV bestätigt, dass viele solche Verbrecher nicht therapierbar sind und bei manchen hilft nicht mal die chemische Kastration – sie werden rückfällig. Also, sobald die Schuld bei solchen Verbrechern (egal ob Priester oder nicht) nachgewiesen ist, einsperren und sitzen lassen bis sie schwarz werden oder meinetwegen lebenslänglich, bevor sie wieder Kinder missbrauchen! Ich kann mich noch an die 90-er Jahre erinnern – ich war in einem Großraumbüro beschäftigt, wo den ganzen Tag ein Radio lief – fast jeden Monat kam in den Nachrichten Berichte über Kinderentführung und Tötung nach sexuellem Missbrauch. Es war zum Kotzen und auch Jahre danach ist offensichtlich nicht besser geworden. Erst mit der Videoüberwachung und Smartphones, mit denen man überall filmen kann, hat es etwas nachgelassen – den Eindruck habe ich.

Peduli
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Freitag 27. März 2026, 10:20
...........
Aber bei diesen Themen kommt mir die Galle hoch.
................
Ich kenne im realen Leben keinen einzigen Menschen, bei dem das nicht so ist! :huhu: :huhu: :huhu:

Allerdings ist es auch so, daß in kaum einem Gespräch dieses Thema tatsächlich thematisiert wird. Man redet schließlich auch nicht ständig über den Genozid im Gaza-Streifen oder die Greuel des Ukraine-Krieges.

Zunächst einmal ist das auch eine weitgehend normale Reaktion!
Sich ständig gegenseitig zu bestätigen, wie sehr man gegen den sexuellen Mißbrauch von Kindern ist, hat nur einen sehr geringen Spaß-Faktor. *
Und Spaßhaben ist schließlich die hauptsächliche Antriebsfeder des Menschen, wenn man dem Foranten fake-ottaviani glauben darf. *

Aber nachdem das Thema "Kindesmißbrauch durch kirchliche Amtsträger" seit über zwei Jahrzehnten in den Gazetten steht, kann man vermuten, daß hinter dieser öffentlichen Anprangerung auch andere Interessen stehen als die reine Aufklärungsarbeit und das Wohl der Opfer. Insbesondere machen da die Epstein-Files hellhörig, bei denen offenbar ein deutlich geringeres Veröffentlichungsinteresse besteht als dies bei dem Thema "Kindesmißbrauch durch kirchliche Amtsträger" der Fall ist (und war), obwohl auch dort ein sehr ähnliches Verhaltensmuster zu beobachten ist.





* Könnte man sarkastisch lesen und ist auch so gemeint! :pirat: :pirat: :pirat:
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Freitag 27. März 2026, 10:51
Aber nachdem das Thema "Kindesmißbrauch durch kirchliche Amtsträger" seit über zwei Jahrzehnten in den Gazetten steht, kann man vermuten, daß hinter dieser öffentlichen Anprangerung auch andere Interessen stehen als die reine Aufklärungsarbeit und das Wohl der Opfer. Insbesondere machen da die Epstein-Files hellhörig, bei denen offenbar ein deutlich geringeres Veröffentlichungsinteresse besteht als dies bei dem Thema "Kindesmißbrauch durch kirchliche Amtsträger" der Fall ist (und war), obwohl auch dort ein sehr ähnliches Verhaltensmuster zu beobachten ist.
kurz und treffend analysiert :daumen-rauf:
da möchte man nur sagen... O Herr, lass Abend werden...

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