TeDeum hat geschrieben: ↑Donnerstag 26. März 2026, 09:59
Die Idee des kleinen Israels als heimlichen Herrscher über die USA finde ich reichlich seltsam. Es ist doch andersrum - Israel ist der Vorposten der US-Eliten und führt dessen Befehle aus. Es ist ja auch nahezu vollständig von den USA abhängig, wo sollte es da einen Hebel gegenüber den ungleich mächtigeren USA haben?
Eine relativ typische Eigenart der amerikanischen Öffentlichkeit ist es, die "Schuld" beständig bei anderen zu suchen. Wenn sich ein Fünftel der Bevölkerung regelmäßig mit Drogen zudröhnt, dann liegt das an den bösen Drogenhändlern aus Südamerika - nicht, weil in der Gesellschaft was falsch läuft.
Wenn die Straße voller Obdachloser sind, dann liegt das nicht womöglich an der Gesellschaftspolitik, sondern weil diese Menschen faul sind. Wenn Kinder mit Waffen an Schulen Amok laufen, .... usw. usf.
Blicken wir doch mal nüchtern auf die USA - sie tun im Grunde doch das, was sie
immer schon getan haben. Das Land wurde gegründet, indem man den Indianern Land und Ressourcen stahl, sie wahlweise massakrierte oder in Reservate einschloss. Auf diese Weise breitete man sich sodann von der Ostküste immer weiter aus, bis man sich bis zur Westküste ausgedehnt hatte. Danach ging's dem Süden an den Kragen - Mexiko und Spanisch-Kuba. Wie eine Krake breitete man seinen Einfluss auf Südamerika aus, meist indem man bei Wahlen und Regierungsstürzen etwas "nachhalf".
Weil das System auf ewige Expansion ausgelegt ist, kam mit dem 1. Weltkrieg die nächste Chance. Flugs war man in Europa und in Afrika mit einem Bein in der Tür. Vergessen wir nicht Asien, wo man sich schon frühzeitig offizielle (z.B. Philippinen) und inoffizielle Kolonien zulegte. Merke,
das gesamte System der USA ist auf Konfrontation und Dominanz ausgelegt. Die Idee der Kooperation zwischen den Völkern existiert nicht. Jeder kann jetzt noch die Kriege, Konflikte und Regimestürze bis heute durchdeklinieren. Jetzt ist halt die Islamische Republik Iran dran. Begleitet von der üblichen Greuel-Propaganda. Wobei die Mühe nachlässt, die Fassade aufrecht zu erhalten - man erfindet nicht mal mehr Kriegsgründe, sondern führt ihn einfach. Dazu gibt's täglich markige Sprüche. Zum Beispiel gestern: US-Kriegsminister Pete Hegseth: "Wir verhandeln mit Bomben"
Die USA sind ein Imperium. In gewisser Weise die logische Fortsetzung des Britischen Imperiums. Nicht uninteressant sich die Verbindungen beider anzusehen. Insbesondere die "Verlagerung" aus dem British Empire von Unternehmen, Besitz und Personen Richtung USA schon gegen Mitte / Ende des 19. Jahrhunderts, als absehbar wurde, dass der britische Host sich überdehnt hatte und schwächer wurde.
Den Feinden der USA wird gerne Imperialismus unterstellt, den größten Imperialisten der Welt sehen wir sich aber gerade eine blutige Nase im Iran holen. Die Auflösungserscheinungen sind mittlerweile offensichtlich, das US-Imperium bewegt sich in Richtung Endzeit. Man kann nur hoffen, dass es nicht den Rest der Menschheit mit sich nimmt. (Nuklearkrieg) Zuzutrauen ist Fanatikern leider alles.