A) Bei sehr vielen Priestern der Tradition sieht man, dass sie bei der Verneigung des Kopfes zum Kreuz hin, beim Oremus und Per D.N.J.C der Oration (und an anderen Stellen), mit dem ganzen Körper (also inkl. Füße) sich zur Altarmitte hinwenden. Man sieht dies z.B. (durchgehend?) in den Seminarsmessen der FSSPX. Woher leiten sie wohl diese Praxis ab? Bisher konnte ich bei den Rubrizisten nur explizit gegenteilige Anweisungen finden i.e. Drehung aus der Hüfte. Was wäre hier die tatsächlich korrekte Version?
Hierzu:
„Während die Hände sich ausbreiten und gleich wieder zusammenfügen, spreche er, ein wenig gegen das Kreuz gewandt (ohne jedoch die Fußstellung zu verändern), nach einer Inklination Oremus, dann aufrecht und ganz zum Meßbuch gewandt, die Oration.“ (Hartmann)
B) Wenn der Zelebrant in der Mitte des Altares aus dem Messbuch liest konnte ich 4 Varianten ausmachen.If the conclusion is Per Dominum nostrum, join your hands at these words and, without moving your feet, bow to the cross at the Holy Name.(L. O’Connell):
1. Einige Priester stellen sich mit den Füssen in Richtung Meßbuch so, daß dann auch der Text zwischen den vor der Brust parallel ausgestreckten Händen sich befindet. (Z.B. Trainingsvideo, Mass of the Ages)
2. Andere Priester stellen sich ebenfalls mit den Füssen in Richtung Meßbuch, breiten aber die Hände so aus, daß sich sowohl Messbuch als auch Opfergaben innerhalb des Gesichtsfeldes der Hände befinden. (Z.B. Trainingsvideo, FSSPX, dort wird gesagt man solle dies so handhaben)
3. Andere wenden sich ohne Fußbewegung dem Buch zu, d.h. aus der Hüfte, mit den Händen in Richtung Messbuch ausgestreckt. (dies gibt z.B. O'Connell - zumindest für die Secret - in seiner Rubrizistik so an)
4. Nochmal andere halten den Oberkörper durchgehend parallel zum Altar, mit den Händen vor der Brust in in Richtung Opfergaben, und lesen über den linken Arm aus dem Messbuch. (Diese Variante findet sich im Trainingsvideo der FSSP, auch bei Priestern des MHTS - B. Sandborn)
Letztere Version würde ich empfehlen, finde dafür allerdings bisher keine Grundlage.
Hierzu:
The rubric Rit. Cel. VII, 7 says: “Et manibus ante pectus extensis, ut fit ad Orationem, stans in medio Altaris versus librum, dicit absolute sine Oremus . . . Orationes secretas.” At first glance this would seem to indicate that the celebrant turns more directly toward the Missal at the Secrets than at any other time when he is reading from the Missal at the center, since this is the only time the expression versus librum is used in Rit. Cel. Authors, however, do not give such an interpretation. Wapelhorst, p. 127, and Callewaert, p. 86, seem to, but in reality they give no direction of their own, since they only reprint Rit. Cel. Van der Stappen, II, p. 79, and Moretti, II, p. 468, positively exclude such an interpretation, the former directing the celebrant thus: “. . . et remanens in medio Altaris, capite ad missale converso . . .”; and the latter, repeating almost the same words: ‘“Tum in medio consistens extensisque manibus legit ... Secretas .. .” O’Connell, II, p. 83, ft. 55, mentions that whenever the priest reads from the Missal at the center with his hands extended, he should turn slightly so that he will not read over his left arm, but adds that he should not shift his feet. He makes no distinction between the position of the celebrant in reading the Secret prayers and in reading the Preface or Canon. Neither do Mueller, Martinucci, Fortescue, the Baltimore Ceremonial, or Donoghue. (L’O Connell)
Für Empfehlungen oder rubrizistische Quellen zu diesem Thema wäre ich sehr dankbar!