Peduli hat geschrieben: ↑Donnerstag 4. Juni 2026, 15:27
Die Kirche ist nicht päpstlicher als der Papst!
das finde ich schade.
Peduli hat geschrieben: ↑Donnerstag 4. Juni 2026, 15:27
Sie hat in ihrer Moraltheologie bislang einen guten Ausgleich zwischen Rigorismus und Laxismus gefunden.
theoretisch ja.
In der Praxis (in der Pastoral) sieht das anders aus.
Peduli hat geschrieben: ↑Donnerstag 4. Juni 2026, 15:27
Und angesichts der kirchengeschichtlichen Fakten wäre es verfehlt, das Erreichen der moralischen Ziele in einem Christenleben erst bei einem Hochsprung über 3 m als gegeben anzunehmen. Denn Jeder weiß oder kann sich zumindest dahingehend kundig machen, daß der Weltrekord in dieser Disziplin derzeit bei 2,45 m liegt.

das bedeutet nicht, das wir das Training aufgeben sollen.
Nach Deiner Erklärung hätten Sportler in Sportdisziplinen, wo das Aufstellen neuer Rekorde nicht mehr möglich ist (z.B. das Schießen), das Training schon längst aufgegeben.
Peduli hat geschrieben: ↑Donnerstag 4. Juni 2026, 15:27
Die Aussage Jesu ist demzufolge dahingehend zu verstehen, daß der Mensch immer der göttlichen Gnade bedarf; auch dann, wenn er der Meinung sein sollte, dies wäre nicht der Fall!

das sehe ich anders.
Damit meine ich nicht, dass man ohne Gnade sich selbst erlösen kann, sondern dass der Mensch auch dann zwischen Recht und Unrecht, Gut und Böse unterscheiden könnte, wenn es nachweislich keinen Gott gäbe.
Trotz alledem – ein Beispiel aus einer anderen Perspektive:
Sogar Prostituierte und Pornostars wissen, was Christus zu der Ehebrecherin gesagt hat, nachdem sie beim Ehebruch ertappt wurde
(das weiß ich aus einem Fernseh-Interview aus den 90-er, mit Bischof Krenn, einer Prostituierten und einer Pornodarstllerin) - aus Joh 8,1-11:
“Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!“
Hätte Jesus zu ihr das auch gesagt, wenn sie selbstbewusst vor Jesus gestanden und behauptet hätte, dass es diskriminierend wäre, sie zu verurteilen, denn schließlich hat sie niemandem weh getan und der verheiratete Mann, mit dem sie gesündigt hat, war sicherlich mit ihren Diensten auch zufrieden.
???
Ich denke nicht.
Nur weil sie schweigend (und vermutlich auch zerknirscht) vor dem Sohn Gottes stand und somit Reue zeigte, hat Jesus so reagiert, wie er schließlich reagiert hat.
Hätte Jesus das Gleiche zu zwei Homosexuellen gesagt, die auf „frischer Tat“ ertappt wurden?
- ich denke ja, wenn sie zerknirscht und schweigend vor Ihm gestanden und auf ihre Verurteilung gewartet hätten
(denn Homosexualität sollte nach dem Gesetz mit dem Tod bestraft werden).
-
ich denke nicht, wenn sie behauptet hätten, dass sie für ihre Neigungen und ihren Lebensart nichts können und sie das Recht haben, ihre sexuelle Orientierung selbst zu wählen und auszuleben.
Man hätte sie an Ort und stelle gesteinigt, zumal die Männer, die die zwei Homosexuellen zu Jesus gebracht hätten, mit Sicherheit nicht homosexuell wären, also auch ohne Sünde (wenn als Sünde nur homo Taten zählen und nicht die Neigungen) - nach heutigem Verständnis.
Dass Homosexualität heute unantastbar ist und sich sogar in der Kirche verbreiten darf, haben wir leider auch der Kirche zu "verdanken".