Warum fürchtet ihr euch hier eigentlich so sehr?
Oder ist es eine "Heiden Angst" die euch hier schon in die Verteidigungshaltung ohne jeden Angriff treibt?
Also ich finde Bob`s Fragen spannend und vermute sie wären auch beantwortbar und vor allem - jenseits des hier gezeigten - über den Graben diverser Grundhaltungen diskursfähig, ohne folkloristischen Insiderrhetorik.
Tatsächlich weichen hier alle den Fragen nach “der Funktion von Feindbilder” im Wesentlichen aus und versuchen den Fragesteller lieber auf Nebenkriegsschauplätze zu ziehen und in Diskurse jenseits des gesetzten “mainframe” zu verwickeln. Aus Bob wird dann Schmusebob und es werden selbstgefällig Kindercomics verlinkt zur Belegführung und etwas hohle Phrasen gedroschen und man fragt sich ein wenig warum der Forenteil ausgerechnet “Scribtorium” titelt und nicht einfach “Selbstbeweihräucherungseck”?
Vielleicht versteht sich dieses Scribtorium aber auch tatsächlich als Hort von Kopisten, die nichts neues denken sollen, nichts wagen dürfen, sondern alleine sakrale Schriften und Illuminationen vervielfältigen, möglichst buchstabengetreu und irgendwie mantraesque?
Versuche Dritter zurück zum Thema zu finden werden mit langweiligen und billigen Nickname Scharmützeln quittiert (mein Stirner kommt übrigens gar nicht von Max

), ohne dabei aber auch nur eine der aufgeworfenen Fragen inhaltlich wirklich an zu fassen. Es scheint einfach irgendwie nicht koscher ins Gespräch zu treten, wenn man nicht schon vorher eines Geistes ist. Unsinnige Beißreflexe werden ausgepackt ...
Es wird überhaupt einiges an mir ziemlich unnötig erscheinenden Aufwand betrieben, um nur nicht themenrelevant zu antworten. Ich tue es jetzt hier selbst und rede am Thema vorbei, es scheint auch nicht mehr wirklich darauf an zu kommen.
Seltsam oder vielleicht auch nicht?
Spannend zunächst erscheint mir, dass Feindbilder trotzdem thematisch aufscheinen, vor allem in der reflektorischen Abwehr dem Thema gegenüber und dem grundsätzlichen Misstrauen wenn diese Fragen “von außen” herangetragen werden. Nicht die Frage scheint für euch spannend, sondern primär wer sie denn stellte und was dessen Hintergrund sei? Warum eigentlich?
Es ging hier nach meiner Verständnis nicht darum den Absolutheitsanspruch des “ultimativ richtigen Glaubens” zu diskreditieren, sondern aus zu looten, ob es trotz “innerer Wahrheit” Raum gibt andere Wahrheiten stehen zu lassen. Also Feindbilder eben nicht als zwangsläufige Folge einer inneren Überzeugung zu etwas entstehen zu lassen, wie es in einem der letzten Beiträge abgehandelt wurde.
Hier scheint aber die Angst von Sinnverlust, oder vielleicht auch die mangelnde Souveränität der Gläubigen innerhalb ihres eigenen Glaubens diese zu zwingen - in eine aggressive Konkurrenz zum Andersartigen zu treten um sich selbst zu beweisen. Die hier entwickelte Polemik deutet für mich jedenfalls eher in eine solche Richtung. Glauben und Institution werden nicht differenziert, irgendeine Mystik und Symbolismus müssen herhalten als schwammige Begründungsgrundlage, warum man immer von absoluten Positionen herablassend belehren muss, nicht aber auf Augenhöhe einen Austausch wagen kann.
Wenn die hier bisher getroffenen (nicht-) Antworten tatsächlich die einzig möglichen sind, scheint ein idiotischer “clash of religions and culture” tatsächlich kaum abwendbar. Bei diesem repetitiven Beharren auf “die letzte Wahrheit” in der Frage nach Wegen zu Optionen von Deeskalation, bei denen sich a priori keiner bedroht fühlen muss, wird es kein “winner takes it all” geben und auch kein Selig Sprechung für Betonköpfe, zumindest hiniden nicht …
Mir ist das zu wenig und zu lau, was da gerade kommt.
Stirner