1. Was ist die richtige Interpretation der Metaphern, der wissenschaftliche Sinngehalt des Mythos?Gnostiker hat geschrieben:Es geht immer "nur" um die Furcht vor der Erbsünde. Das Volk darf nicht wissen, was die Erbsünde tatsächlich ist, damit es sich nicht davor fürchtet, solange noch niemand weiß, wie die Erbsünde überwunden werden kann.
Genau das ist der eigentliche Zweck der Religion: Die Erbsünde wird im Paradiesmythos (perek bet) in metaphorischer Form exakt beschrieben. Die verwendeten Metaphern provozieren dabei eine gegenständliche-naive Fehlinterpretation (Baum der Erkenntnis = "Apfelbaum", Frucht vom Baum der Erkenntnis = "Apfel", oder sogar "Sündhaftigkeit der Frau", etc.), die beim Gläubigen den eigentlichen wissenschaftlichen Sinngehalt des Mythos überdeckt und ihm somit das bewusste Verstehen genau dieses eigentlichen Sinngehaltes verwehrt, damit er sich nicht davor fürchten muss, was zu einem zwangsläufigen Zerfall der gesamten Kultur führen würde.
Nur leider ist das "Schmerzmittel" Religion heute über das Ziel hinausgeschossen, da wir längst wissen, wie die Erbsünde überwunden werden kann, aber die Religion uns noch immer davon abhält, sie zu verstehen (bzw. überhaupt erst verstehen zu wollen, um den "lieben Gott" nicht zu verlieren) und dann zu eliminieren.
Es ist wie bei einem Patienten mit einer bis dahin unheilbaren und Schmerz verursachenden Krankheit, der sich so an sein (berauschendes) Schmerzmittel gewöhnt hat, dass er allein deshalb die jetzt mögliche Heilung der Krankheit ablehnt und dabei sogar den nahen Tod in Kauf nimmt.
2. Wieso würde die Angst davor zum Zerfall der gesamten Kultur führen, wenn doch die Erbsünde ohne Gott überwunden werden kann?
3. Wie kann die Erbsünde ohne Gott überwunden werden?
4. Wo findest Du solche Patienten?