Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Ostkirchliche Themen.
Benutzeravatar
Robert Ketelhohn
Beiträge: 26022
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 09:26
Wohnort: Velten in der Mark
Kontaktdaten:

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Robert Ketelhohn »

lifestylekatholik hat geschrieben:Ich hab mal eine dieser etwas verwirrten Fragen, die manchmal eben auftauchen.

Bei Johannes heißt es ja:
Johannes 5, 19 (Einheitsübersetzung) hat geschrieben:Jesus aber sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, wenn er den Vater etwas tun sieht. Was nämlich der Vater tut, das tut in gleicher Weise der Sohn.
Entspringt demnach das Hervortreten des Hl. Geistes keinem »Tun« des Vaters, weil das ja dann der Sohn ebenso täte?
Das ist das Zentralargument bei Augustin und Cyrill von Alexandrien. Bei
Epiphanius, glaube ich, auch – müßte ich aber noch mal nachlesen.

Mann, Mann – das wollte ich eigentlich erst später bringen! ;D
Dann gibt es da aber noch das de meo accipiet – das geht in Richtung ex patre
per filium
.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

Benutzeravatar
Robert Ketelhohn
Beiträge: 26022
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 09:26
Wohnort: Velten in der Mark
Kontaktdaten:

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Peregrin hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:Ich hab mal eine dieser etwas verwirrten Fragen, die manchmal eben auftauchen.

Bei Johannes heißt es ja:
Johannes 5, 19 (Einheitsübersetzung) hat geschrieben:Jesus aber sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, wenn er den Vater etwas tun sieht. Was nämlich der Vater tut, das tut in gleicher Weise der Sohn.
Entspringt demnach das Hervortreten des Hl. Geistes keinem »Tun« des Vaters, weil das ja dann der Sohn ebenso täte?
Was ist mit dem Zeugen des Sohnes, tut das der Sohn ebenso oder entspricht das auch keinem "Tun" des Vaters?
Das ist jeweils das „in allem gleich außer“ anzuwenden.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

Mary
Beiträge: 1470
Registriert: Mittwoch 29. Juli 2009, 06:58

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Mary »

Juergen hat geschrieben:Im Kreuzgang können wir das Problem einfach lösen: Die Westkirchler labern die Ostkirchler mit langem Wortschall unter, bis die mit offenem Mund und staunenden Augen dastehen. :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D

Offener Mund? Staunende Augen?? :nein:

Nun, im Falls der "westlichen" Orthodoxen Mary verhält es sich so: Die ist in sich gegangen und hat ihre Streitlust geopfert zugunsten der Pflichten und Freuden, die das "real life" bietet. :ja:

In diesem Sinne wünsche ich weiter fröhliche "Wahrheitsfindung"...

Lg Maria
Who is so great a God as our God? You are the God who does wonders!

Raphael

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Raphael »

Juergen hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
MND hat geschrieben: Die orthodoxe Kirche einigt sich auf keine Irrtümer
Das filioque ist kein Irrtum! :)
Damit wäre das Problem ja gelöst :klatsch:
[quote=""Die fantastischen Vier""]Es könnt' alles so einfach sein, isses aber nicht![/quote]
;D

Ralf

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Ralf »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Klasse, aber …
http://www.zvab.com/refineQuickSearch.d ... mit=Suchen
:auweia: Aua.
Hier ist's nicht ganz so teuer:

http://www.amazon.de/gp/product/311174 ... sib_rdr_dp

Benutzeravatar
songul
Beiträge: 1759
Registriert: Freitag 28. Dezember 2007, 18:47

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von songul »

Ralf hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Klasse, aber …
http://www.zvab.com/refineQuickSearch.d ... mit=Suchen
:auweia: Aua.
Hier ist's nicht ganz so teuer:

http://www.amazon.de/gp/product/311174 ... sib_rdr_dp
Hier dürfte es so ziemlich umsonst sein:

http://books.google.de/books?id=W8FXkmZ ... q=&f=false

LG Songul

Benutzeravatar
Bernado
Beiträge: 3961
Registriert: Sonntag 28. Juni 2009, 17:02
Wohnort: Berlin

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Bernado »

Nassos hat geschrieben:
Ich bohre jetzt mal nach: warum war das NC an sich der RKK nicht ausreichend? Es steht explizit drin, wie der Sohn zum Vater steht, was dessen Göttlichkeit angeht.
Welchen Unterschied genau macht dann das filioque? Ich erkläre diese Frage mal genauer: wäre ich Arianer, und würde die Göttlichkeit des Sohnes vehement abstreiten, dann würde mich das filioque nicht ein Quentchen beeindrucken.
Nachdem Robert jetzt eigentlich das wesentliche gesagt hat, hier nur noch ein paar Randbemerkungen zu Deinem Nachbohren.

Ich denke, Du traust Dir und mir da etwas zu viel zu. Ich glaube nicht, daß wir uns heute in die Haut eines Arianers des 6. Jh. in Spanien versetzen können - und in die Haut eines gegen ihn auftretenden rechtgläubigen Bischofs ebenfalls nicht. Vielleicht ging es aber auch gar nicht um die (wenigen) in der Wolle gefärbten eingewanderten Arianer, sondern um die in Hispanien seit Jahrhunderten rechtgläubige autochthone Christenheit.

Ein Blick in das Geschichtsbuch läßt vermuten, daß der Charme der Formel des "Filioque" darin bestand, daß sie (mit welcher Psychologie auch immer) funktionierte: Der Übergang der in Hispanien herrschenden arianischen Westgoten zur Einen Kirche verlief relativ reibungslos. Ein zweiter Blick zeigt, daß Konstantinopel an den hispanischen Entwicklungen durchaus nicht unbeteiligt war: Während in Rom und Italien im 6. und 7. Jh. alles drunter und drüber ging, stand der hispanische Süden weitgehend unter politischer Kontrolle der Byzantiner und enthielt große Oasen relativer Ruhe. Kirchlich war er freilich stark lateinisch geprägt - aber keinesfalls ausschließlich, denn der mozarabische Ritus enthält mehr östliche Elemente als der römische. (Zumindest als spätere Formen der römischen Liturgie, die ihrerseits stark von Afrika her beeinflußt wurden).

Aber das sind alles Randbemerkungen. Entscheidend ist die von Robert jetzt auch noch mit Hinweisen auf östliche Väter untermauerte Tatsache, daß das Filioque nicht aus theologischen, sondern aus politischen Gründen kirchentrennend überdeterminiert wurde - Jahrhunderte nach seinem Aufkommen und auf beiden Seiten. Wer sich heute daran festkrallt, hat keine starke Position.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

Ralf

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Ralf »

songul hat geschrieben:
Ralf hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Klasse, aber …
http://www.zvab.com/refineQuickSearch.d ... mit=Suchen
:auweia: Aua.
Hier ist's nicht ganz so teuer:

http://www.amazon.de/gp/product/311174 ... sib_rdr_dp
Hier dürfte es so ziemlich umsonst sein:

http://books.google.de/books?id=W8FXkmZ ... q=&f=false

LG Songul
Ist nur 'ne Vorschau, keine voll eingescannte Version.

Miserere Nobis Domine
Beiträge: 1846
Registriert: Samstag 4. April 2009, 22:17

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Miserere Nobis Domine »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Da es im Osten keine Theologie gibt, weil die wenigen Konzilien angeblich schon alles entschieden haben und es dort nur noch Katechese gibt (das habe sie mit dem Islam - der seltsamerweise auch aus dem Osten stammt - gemeinsam), wird der Osten das filioque sowieso nie verstehen.
Falsch, es gibt nur keine Dogmenentwicklung.
Doch, natürlich.
Vielleicht habe ich mich undeutlich ausgedrückt, aber es gibt in der römischen Kirche eine gewisse Tendenz, später das Gegenteil von dem als richtig zu lehren, was früher als richtig gelehrt wurde. Zum Beispiel sind die Lehre des Konzils von Konstanz und die LEhre des 1. Vatikanums zum Verhältnis von Papst und Konzil miteinander unvereinbar.

So etwas gibt es in der Orthodoxie nicht.

Benutzeravatar
Juergen
Beiträge: 27029
Registriert: Mittwoch 1. Oktober 2003, 21:43

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Juergen »

Miserere Nobis Domine hat geschrieben:Zum Beispiel sind die Lehre des Konzils von Konstanz und die LEhre des 1. Vatikanums zum Verhältnis von Papst und Konzil miteinander unvereinbar.
:auweia:
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
- Offline -

Benutzeravatar
Ilija
Beiträge: 690
Registriert: Donnerstag 22. Februar 2007, 13:53
Wohnort: Stuhr

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Ilija »

Miserere Nobis Domine hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Da es im Osten keine Theologie gibt, weil die wenigen Konzilien angeblich schon alles entschieden haben und es dort nur noch Katechese gibt (das habe sie mit dem Islam - der seltsamerweise auch aus dem Osten stammt - gemeinsam), wird der Osten das filioque sowieso nie verstehen.
Falsch, es gibt nur keine Dogmenentwicklung.
Doch, natürlich.
Vielleicht habe ich mich undeutlich ausgedrückt, aber es gibt in der römischen Kirche eine gewisse Tendenz, später das Gegenteil von dem als richtig zu lehren, was früher als richtig gelehrt wurde. Zum Beispiel sind die Lehre des Konzils von Konstanz und die LEhre des 1. Vatikanums zum Verhältnis von Papst und Konzil miteinander unvereinbar.

So etwas gibt es in der Orthodoxie nicht.
MND, es gefällt mir was ich in letzter Zeit von dir lese. Die Kathos haben wirklich die Angewohnheit später das Gegenteil zu predigen von dem was vorher als richtig gepredigt wurde. Manchmal habe ich das Gefühl das den Herren Kardinäle und Päpste langweilig wird und sich deshalb immer etwas neues ausdenken und später sind sie sich zu Stolz den Fehler einzugestehen und das obwohl sie das eigentlich wissen. Selbst, wenn das Filioque wegen Arius ins Glaubensbekenntnis dazu gekommen ist dann ist es doch jetzt kein Problem es wieder heraus zu nehmen oder? Sie geben keine Fehler zu denn dann würde ihr Dogma der Unfehlbarkeit nicht nur des Papstes wanken sondern auch der Römischen Kirche. Manchmal verstehe ich euch Kathos hier nicht, ihr versucht uns immer voll zulabbern das das Filioque keine Theologische Änderung mit sich bringt und nebene das originalcredo genauso wichtig ist und dann das später das das Filioque richtig sei...Ich wiederhole mich nicht so gerne aber ich muss euch sagen, das ihr im Irrtum seid und das nicht nur mit dem Filioque...

Benutzeravatar
lifestylekatholik
Beiträge: 8702
Registriert: Montag 6. Oktober 2008, 23:29

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von lifestylekatholik »

Ilija hat geschrieben:Selbst, wenn das Filioque wegen Arius ins Glaubensbekenntnis dazu gekommen ist dann ist es doch jetzt kein Problem es wieder heraus zu nehmen oder?
So ist es.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

Ralf

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Ralf »

Ilija hat geschrieben:Selbst, wenn das Filioque wegen Arius ins Glaubensbekenntnis dazu gekommen ist dann ist es doch jetzt kein Problem es wieder heraus zu nehmen oder?
Ilija, Robert hatte bereits angemerkt, daß das filioque nur im lateinischen Ritus gebraucht wird innerhalb der Einen Kirche. Was tangiert es Dich also? Es tangiert katholische byzantinische Christen ja auch nicht.

Benutzeravatar
Ilija
Beiträge: 690
Registriert: Donnerstag 22. Februar 2007, 13:53
Wohnort: Stuhr

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Ilija »

Ralf hat geschrieben:
Ilija hat geschrieben:Selbst, wenn das Filioque wegen Arius ins Glaubensbekenntnis dazu gekommen ist dann ist es doch jetzt kein Problem es wieder heraus zu nehmen oder?
Ilija, Robert hatte bereits angemerkt, daß das filioque nur im lateinischen Ritus gebraucht wird innerhalb der Einen Kirche. Was tangiert es Dich also? Es tangiert katholische byzantinische Christen ja auch nicht.
Was soll der Angriff auf uns Ralf? Das ist doch ein orthodoxer Unterforum oder? In diesem Dikutiert ihr dieses leidige Thema so lange durch und Quatsch uns voll damit, und wenn einer von uns etwas dazu sagt, dann fragt einer von euch auch noch was UNS das tangiert? Wenn es uns nix angeht dann diskutiert es doch bei euch weiter. Bei uns gibt es kein Filioque und wird es nie geben....

Nur zur Info, das Filioque wird nie in der EINEN Kirche gebraucht auch nicht bei denen die den westlichen Ritus benutzen :patsch:

(In Trauer) Ilija
Zuletzt geändert von Ilija am Montag 16. November 2009, 21:17, insgesamt 1-mal geändert.

Ralf

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Ralf »

Ilija hat geschrieben:
Ralf hat geschrieben:
Ilija hat geschrieben:Selbst, wenn das Filioque wegen Arius ins Glaubensbekenntnis dazu gekommen ist dann ist es doch jetzt kein Problem es wieder heraus zu nehmen oder?
Ilija, Robert hatte bereits angemerkt, daß das filioque nur im lateinischen Ritus gebraucht wird innerhalb der Einen Kirche. Was tangiert es Dich also? Es tangiert katholische byzantinische Christen ja auch nicht.
Was soll der Angriff Ralf? Das ist doch ein orthodoxer Unterforum oder? In diesem Dikutiert ihr dieses leidige Thema und Quatsch uns somit voll damit und wenn einer von uns etwas dazu sagt, dann fragt einer von euch was UNS das tangiert? Wenn es uns nix angeht dann diskutiert doch bei euch weiter. Bei uns gibt es kein Filioque und wird es nie geben....


(In Trauer) Ilija
Von den Ostkirchen verlangt doch auch niemand ein filioque im Credo. Deswegen verstehe ich das Problem ja auch nicht.

Benutzeravatar
Ilija
Beiträge: 690
Registriert: Donnerstag 22. Februar 2007, 13:53
Wohnort: Stuhr

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Ilija »

Ralf hat geschrieben: Von den Ostkirchen verlangt doch auch niemand ein filioque im Credo. Deswegen verstehe ich das Problem ja auch nicht.
Ralf, weil es in einer EINEN KIRCHE nur EIN GLAUBENSCREDO geben kann und nicht zwei verschiedene wie bei eurer Römisch Katholischen Kirche mit ihren Unirten. Wenn ihr euch ein wenig mehr mit der Orthodoxen Kirche beschäftigen würdet dann würde euch dabei ein Licht aufgehen.

Ralf

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Ralf »

Also sind die katholischen Byzantiner gar nicht in der Katholischen Kirche, weil sie ein anderes Credo haben?

Benutzeravatar
Bernado
Beiträge: 3961
Registriert: Sonntag 28. Juni 2009, 17:02
Wohnort: Berlin

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Bernado »

lifestylekatholik hat geschrieben:
Ilija hat geschrieben:Selbst, wenn das Filioque wegen Arius ins Glaubensbekenntnis dazu gekommen ist dann ist es doch jetzt kein Problem es wieder heraus zu nehmen oder?
So ist es.
Der Meinung bin ich nicht. Ich sage nicht, es wäre unmöglich herauszunehmen - aber problemlos wäre das nicht.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

Benutzeravatar
Ilija
Beiträge: 690
Registriert: Donnerstag 22. Februar 2007, 13:53
Wohnort: Stuhr

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Ilija »

Ralf hat geschrieben:Also sind die katholischen Byzantiner gar nicht in der Katholischen Kirche, weil sie ein anderes Credo haben?
Junge, wenn ich von der EINEN KIRCHE spreche dann meine ich damit Sicherlich nicht die Römische Kirche denn die ist bei aller Freundschaft nicht Bestandteil der EINEN KIRCHE. Stell dich doch nicht so doof...Bei euch ist es egal was im Credo steht denn es ist euch nur Wichtig das ihr den Papst folgt. Bei uns ist das anders...

Benutzeravatar
Bernado
Beiträge: 3961
Registriert: Sonntag 28. Juni 2009, 17:02
Wohnort: Berlin

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Bernado »

Ralf hat geschrieben: Ilija, Robert hatte bereits angemerkt, daß das filioque nur im lateinischen Ritus gebraucht wird innerhalb der Einen Kirche. Was tangiert es Dich also? Es tangiert katholische byzantinische Christen ja auch nicht.
Das ist so nicht richtig. Salopp ausgedrückt: Die müssen es zwar nicht singen, aber glauben.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

Benutzeravatar
Bernado
Beiträge: 3961
Registriert: Sonntag 28. Juni 2009, 17:02
Wohnort: Berlin

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Bernado »

Ilija hat geschrieben:
Ralf hat geschrieben:Also sind die katholischen Byzantiner gar nicht in der Katholischen Kirche, weil sie ein anderes Credo haben?
Junge, wenn ich von der EINEN KIRCHE spreche dann meine ich damit Sicherlich nicht die Römische Kirche denn die ist bei aller Freundschaft nicht Bestandteil der EINEN KIRCHE. Stell dich doch nicht so doof...Bei euch ist es egal was im Credo steht denn es ist euch nur Wichtig das ihr den Papst folgt. Bei uns ist das anders...
Na, denn will ich für meine Person dich in Deinem solipsismus auch nicht länger belästigen.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

Ralf

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Ralf »

Bernado hat geschrieben:
Ralf hat geschrieben: Ilija, Robert hatte bereits angemerkt, daß das filioque nur im lateinischen Ritus gebraucht wird innerhalb der Einen Kirche. Was tangiert es Dich also? Es tangiert katholische byzantinische Christen ja auch nicht.
Das ist so nicht richtig. Salopp ausgedrückt: Die müssen es zwar nicht singen, aber glauben.
Oder ist es so, daß sie es nicht glauben müssen, aber auch nicht ablehnen dürfen?

Benutzeravatar
Sebastian
Beiträge: 1537
Registriert: Sonntag 20. August 2006, 11:23
Wohnort: Frag den Igel
Kontaktdaten:

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Sebastian »

hier geht's ja wieder mal ab ... :roll:

Wurde denn nicht schon alles gesagt? :gaehn:
"Selig sind die, die nicht gesehen und doch geglaubt haben" (Joh. 20,31)

Benutzeravatar
Ilija
Beiträge: 690
Registriert: Donnerstag 22. Februar 2007, 13:53
Wohnort: Stuhr

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Ilija »

Sebastian hat geschrieben:hier geht's ja wieder mal ab ... :roll:

Wurde denn nicht schon alles gesagt? :gaehn:
Jepp und genau das Nervt ja in einem orthodoxem Unterforum. Tobt euch mit der Frage bitte woanders aus. Für uns ist alles Klar in dieser Frage, bei euch anscheinend nicht :kugel:

Benutzeravatar
Joseph
Beiträge: 2510
Registriert: Sonntag 15. Juni 2008, 06:41
Wohnort: Canada

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Joseph »

Ilija hat geschrieben:
Sebastian hat geschrieben:hier geht's ja wieder mal ab ... :roll:
Wurde denn nicht schon alles gesagt? :gaehn:
Jepp und genau das Nervt ja in einem orthodoxem Unterforum. Tobt euch mit der Frage bitte woanders aus. Für uns ist alles Klar in dieser Frage, bei euch anscheinend nicht :kugel:
:klatsch: :klatsch: :klatsch:

Eine Kirche, zwei Credos..... sounds pretty Anglican to me. Es gibt in den Staaten "Kirchen" die sind "non denominational", die haben gar kein Credo, das sollten die Römer sich mal überlegen. Es könnte alle ihre Probleme elegant lösen...

Joseph, der sich fragt ob dieses Thema nicht geschlossen werden oder irgendwo in die römische Wüste geschickt werden kann?
We are drowning in information and starving for knowledge.

Benutzeravatar
lifestylekatholik
Beiträge: 8702
Registriert: Montag 6. Oktober 2008, 23:29

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von lifestylekatholik »

Bernado hat geschrieben:Ich sage nicht, es wäre unmöglich herauszunehmen - aber problemlos wäre das nicht.
Wo sähst du Probleme? Im liturgischen Gebrauch?
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

Benutzeravatar
holzi
Beiträge: 7989
Registriert: Montag 28. November 2005, 15:00
Wohnort: Regensburg

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von holzi »

lifestylekatholik hat geschrieben:
Bernado hat geschrieben:Ich sage nicht, es wäre unmöglich herauszunehmen - aber problemlos wäre das nicht.
Wo sähst du Probleme? Im liturgischen Gebrauch?
Naja, bei manchen schönen Messvertonungen müsste man dann singen "qui ex Pahahtrehehe procedit..." Klingt zwar sch....e - aber es wäre für mich akzeptabel.

Miserere Nobis Domine
Beiträge: 1846
Registriert: Samstag 4. April 2009, 22:17

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Miserere Nobis Domine »

Joseph hat geschrieben: Eine Kirche, zwei Credos..... sounds pretty Anglican to me.
Auf einer Lambeth-Konferenz wurde sogar mal "empfohlen", das filioque aus dem liturgischen Gebrauch zu entfernen, um sich an die Orthodoxie anzunähern. Das wurde aber in der Praxis kaum beachtet, denn kurz darauf kam es zum Streit über die FO.

Ralf

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Ralf »

Sebastian hat geschrieben:hier geht's ja wieder mal ab ... :roll:

Wurde denn nicht schon alles gesagt? :gaehn:
Eigentlich schon. Aber ich muß gestehen, daß ich Ilija so putzig und vorhersehbar finde. Richtig substantiell finde ich meine Beiträge zumeist auch nicht, Spaß am Lesen habe ich bei Roman und Robert.
Wieder hochgeholt hatte ich ja den Thread wegen Bekkos, aber daß der kaum jemanden interessiert hat und die reflexartigen Äußerungen beliebter waren (auch bei mir selbst), ist bezeichnend (auch für und über mich).

Benutzeravatar
Robert Ketelhohn
Beiträge: 26022
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 09:26
Wohnort: Velten in der Mark
Kontaktdaten:

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Ilija hat geschrieben:Für uns ist alles klar in dieser Frage, bei euch anscheinend nicht.
Na, Ilija, so ganz klar scheint’s euch nicht allen zu sein, zumal dir und Joseph
nicht. Natürlich muß nicht jeder tief in die Theologie hinabsteigen. Es ist legi-
tim, wenn ihr euch darauf beruft, ihr habet ein Credo, und das sei dasselbe
wie anno 381, aus die Maus.

Nicht legitim ist dagegen, es generell für überflüssig oder gar unzulässig zu
erklären, daß manche tiefer darüber nachsinnen und forschen, was die Väter
der ungeteilten Christenheit vor sechzehnhundert Jahren dazu geschrieben
haben.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

Benutzeravatar
Joseph
Beiträge: 2510
Registriert: Sonntag 15. Juni 2008, 06:41
Wohnort: Canada

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Joseph »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Ilija hat geschrieben:Für uns ist alles klar in dieser Frage, bei euch anscheinend nicht.
Na, Ilija, so ganz klar scheint’s euch nicht allen zu sein, zumal dir und Joseph
nicht. Natürlich muß nicht jeder tief in die Theologie hinabsteigen. Es ist legi-
tim, wenn ihr euch darauf beruft, ihr habet ein Credo, und das sei dasselbe
wie anno 381, aus die Maus.

Nicht legitim ist dagegen, es generell für überflüssig oder gar unzulässig zu
erklären, daß manche tiefer darüber nachsinnen und forschen, was die Väter
der ungeteilten Christenheit vor sechzehnhundert Jahren dazu geschrieben
haben.
Nun lieber Robert, darum geht es ja auch nicht. Wer das diskutieren will kann es bis zum St. Nimmeleinstag tun. Ilija und ich fragen uns aber warum das ausgerechnet hier geschehen soll. Wie es vielleicht auch dem tumbesten Beobachter nicht entgangen ist, sind die meisten Orthodoxen Poster an diesem Thema nicht interessiert, einige haben das auch gesagt, andere haben sich generell rausgehalten und alle sind am allerwenigsten an den mehr oder minder deutlichen "put downs" von gewissen Postern interessiert, die meinen sich hier produzieren zu müssen.
Ilija fragt ob dieses Thema, breitgelatscht von zu 99% heterodoxen Postern, in einem Orthodoxen Forum angebracht oder erwünscht sei. Er meint das es das nicht sei und dem schließe ich mich an.
Wir sind beide durchaus fähig der Diskussion zu folgen, das wir es mit dieser hier nicht tun ist kein Indiz unserer minderen geistigen Fähigkeiten, sondern davon das wir, und die meisten unserer höflicheren und damit stilleren Glaubensbrüder, über die ausbreitung von Squatters in unsrer Ecke des Kreuznets PISSED OFF sind...
Gruß
Joseph
We are drowning in information and starving for knowledge.

Ralf

Re: Trennung zwischen Ost und West: das Filioque

Beitrag von Ralf »

Wenn man nix dazu schreiben will, weil einen das Thema stört, dann läßt man es eben - ist eine große Prüfung, weiß ich. Aber nur durch Prüfungen wächst man (an denen ich oft genug scheitere). Auch auf Anfrage muß hier niemand schreiben.

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema