Maurus hat geschrieben:Die Zeitangabe war wahllos herausgegriffen. Ist es falsch, wenn man vermutet, dass gerade weil heutzutage die Rubriken in einzigartiger Weise missachtet werden eine Bewegung entstanden ist, die auf die peinlich genaue Einhaltung aller Rubriken achtet, viel genauer, als dies vergangene Generationen taten?
Die präzise Einhaltung aller liturgischen Vorschriften ist ja in unseren Tage geradezu zu einer Demonstration geworden. Das wird früher nicht der Fall gewesen sein, als die liturgische Disziplin im großen und ganzen intakt war.
Ich gebe Dir insofern Recht, als in "früheren" Zeiten rubrizistische Fehler hauptsächlich Ausfluß menschlicher Schwäche waren und es insofern eine ganz natürlichen "Toleranzbereich" gab und gibt.
Gegenwärtig ist die Abweichung von Rubriken (im NOM) oftmals ein Zeichen von "Fortschritt", liturgischer Willkür,... und insofern Ausdruck eines falschen, revolutionären Geistes.
Wenn Derartiges der Fall ist, müßte bei den entsprechenden Personen natürlich auf exakte Einhaltung der Rubriken gedrängt werden.
Vor diesen negativen Erscheinungen der NOM-Zeit, ist es wohl verständlich, daß seitens jener Gruppen, die der außerordentlichen Form verbunden sind, auch ein besonderes Augenmerk auf Rubrikentreue des Zelebranten gelegt wird. Dies wird sich sicher wieder legen, wenn der allgemeine Zustand liturgischer Willkür beendet ist.