No no, never...Gamaliel hat geschrieben: Wann beschäftigen sich die Bischöfe endlich mit den Fragen der Neuevangelisierung Deutschlands, der Sorge um Priesterberufungen, der Heiligung der Priester, der Entlassung lehramstwidriger Professoren, der flächendeckenden Einführung der missa tridentina, der Ausbreitung des Christkönigtums,... kurz: mit ihren eigentlichen Aufgaben?
Nachrichten aus den Bistümern II
Re: Nachrichten aus den Bistümern II
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Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Genau diese Frage habe ich mir schon vor fast genau 24 Stunden gestellt. Nachzulesen im "Mißbrauchsstrang".Gamaliel hat geschrieben:Deutschland: Bischöfe beraten über Folgen des Missbrauchsskandals
Daraus:
Wann beschäftigen sich die Bischöfe endlich mit den Fragen der Neuevangelisierung Deutschlands, der Sorge um Priesterberufungen, der Heiligung der Priester, der Entlassung lehramstwidriger Professoren, der flächendeckenden Einführung der missa tridentina, der Ausbreitung des Christkönigtums,... kurz: mit ihren eigentlichen Aufgaben?Die Deutsche Bischofskonferenz hat am Montag ihre Herbstvollversammlung in Fulda begonnen. Ein zentrales Thema des Treffens, das bis Donnerstag dauert, sind die Folgen aus dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche.
[...]
Weitere Themen der Vollversammlung sind ein erster Bericht zur im Jänner eröffneten "Katholischen Arbeitsstelle für Missionarische Pastoral" in Erfurt und kirchliche Anforderungen an die Religionslehrerausbildung. Außerdem wird sich die Vollversammlung mit einer Stellungnahme zum geplanten Energiekonzept der deutschen Regierung sowie einem Wort der deutschen Bischöfe zur Zukunft der Pflege beschäftigen.
Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Als ich neulich mal wieder von so einem selbsternannten Kirchereformer zu Sau gemacht wurde, ist mir einmal mehr klar geworden, wo der Hase derzeit hinläuft. Protestantisierung durch Abschaffung des Zölibats, Einführung der Frauenordination und ein vollumfängliches Laienpriestertum (mit Befugnis zur Sakramentenspendung). Und das Ganze soll die DBK auch gegen den Willen Roms einführen. Man erörtert noch pädagogische Möglichkeiten, wie man diejenigen "mitnimmt", die noch nicht begriffen haben, dass sie als Romtreue Phäsisäer sind und durch ihre fehlende Einsicht in die Erfordernisse der modernen Welt die Zukunft der Kirche gefährden und sich zugleich auch noch kirchen-politisch-unkorrekt verhalten.Niels hat geschrieben:No no, never...Gamaliel hat geschrieben: Wann beschäftigen sich die Bischöfe endlich mit den Fragen der Neuevangelisierung Deutschlands, der Sorge um Priesterberufungen, der Heiligung der Priester, der Entlassung lehramstwidriger Professoren, der flächendeckenden Einführung der missa tridentina, der Ausbreitung des Christkönigtums,... kurz: mit ihren eigentlichen Aufgaben?
Entschuldigt die Polemik, aber ich könnte platzen, wenn ich daran denke...
Zuletzt geändert von Jacinta am Dienstag 21. September 2010, 13:04, insgesamt 1-mal geändert.
"In necessariis unitas, in non-necessariis libertas, in utrisque caritas."
"Man muss sich aber klarmachen, dass Krisenzeiten des Zölibats auch immer Krisenzeiten der Ehe sind." BXVI.
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Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Jacinta hat geschrieben: Als ich neulich mal wieder von so einem selbsternannten Kirchereformer zu Sau gemacht wurde, ist mir einmal mehr klar geworden, wo der Hase derzeit hinläuft. Protestantisierung durch Abschaffung des Zölibats, Einführung der Frauenordination und ein vollumfängliches Laienpriestertum (mit Befugnis zur Sakramentenspendung).
http://www.kath.net/detail.php?id=28155 (Meldung vom 16.9.1)Der neue Provinzial der deutschen Jesuiten, P. Stefan Kiechle SJ, sprach sich diese Woche für die Aufhebung der Zölibatspflicht aus. Kiechle plädierte am Mittwoch im Rahmen des "Kardinal-Höffner-Kreises" katholischer CDU-Abgeordneter für die Zulassung von verheirateten Männern zum Priesteramt und für ein Nachdenken über die Weihe auch für Frauen. Zudem kritisierte Kiechle die Praxis von Ernennungen in der kirchlichen Hierarchie. Sie würden oft durch Beziehungen arrangiert und erinnerten fast an "Korruption".
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Stimmt, die Priesterwahl durch die Gemeinden hatte ich vergessen zu erwähnen... (Es war in meinem Fall aber nicht dieser P. Kiechle.)ad-fontes hat geschrieben:Jacinta hat geschrieben: Als ich neulich mal wieder von so einem selbsternannten Kirchereformer zu Sau gemacht wurde, ist mir einmal mehr klar geworden, wo der Hase derzeit hinläuft. Protestantisierung durch Abschaffung des Zölibats, Einführung der Frauenordination und ein vollumfängliches Laienpriestertum (mit Befugnis zur Sakramentenspendung).http://www.kath.net/detail.php?id=28155 (Meldung vom 16.9.1)Der neue Provinzial der deutschen Jesuiten, P. Stefan Kiechle SJ, sprach sich diese Woche für die Aufhebung der Zölibatspflicht aus. Kiechle plädierte am Mittwoch im Rahmen des "Kardinal-Höffner-Kreises" katholischer CDU-Abgeordneter für die Zulassung von verheirateten Männern zum Priesteramt und für ein Nachdenken über die Weihe auch für Frauen. Zudem kritisierte Kiechle die Praxis von Ernennungen in der kirchlichen Hierarchie. Sie würden oft durch Beziehungen arrangiert und erinnerten fast an "Korruption".
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Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Ein interessanter Personalwechsel im Bistum Passau: Verabschiedung Domvikar Dr. Anton Morhard
Abschiedswort Pfarrer Dr. MorhardEine „Missa cantata“, eine lateinische Messe in überlieferter Form, feierte Dr. Morhard am Freitagabend mit vielen katholischen Pfarrangehörigen, den Vertretern der evangelischen Kirchengemeinde, offiziellen Vertretern des öffentlichen Lebens und der Vereine in der großen Pfarrkirche. (...)
„Sicherlich ist es uns nicht immer ganz gelungen, Sie in Ihrer Auslegung der Liturgie so zu begleiten, wie Sie sich das gewünscht hätten. Doch wir fanden immer wieder einen gemeinsamen Weg. Sie haben Ihre Sache gut bestellt und können jetzt in aller Ruhe die Geschicke der Pfarrei in die Hände Ihres Nachfolgers Wolfgang Reincke legen“, so die Pfarrgemeinderatsvorsitzende.
Wer ein bißchen googelt, wird über Dr. Morhard interessante Geschichten finden.Ich freue mich natürlich darauf, in meinem angestammten Metier, dem Kirchenrecht, wieder tätig zu werden; genauso freue ich mich auf die Zelebration der Hl. Messe in der überlieferten Form für meine zukünftige Gottesdienstgemeinschaft in Passau-Hals (St. Achatius) und die Mithilfe in der Stadtpfarrei St. Korona bei meinem alten Freund, Pfarrer Lindmeier. Auch bin ich auf das Milieu am Rande von Ordinariat und Domkapitel gespannt.
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Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Lesenswert ist Anton Morhards Abschiedsbrief an seine damalige Pfarrei Hartkirchen aus dem Jahr 1999:
OFFENER BRIEF AN DIE PFARREI HARTKIRCHEN
Abschiedsbrief von Pfr. Dr. Anton Morhard an seine Pfarrgemeinde
Liebe Pfarrgemeinde!
Dreieinhalb Jahre habe ich bei Euch verbracht. Eine Zeit, die für mich mit vielen Erinnerungen verbunden bleibt. Ganz überwiegend waren es menschlich gute Erfahrungen, die ich vor Ort mit Euch gemacht habe: Eure unkomplizierte Hilfsbereitschaft und die gemütliche Rottaler Art hätten mir unter anderen Zeitumständen Geborgenheit und Heimat für Jahrzehnte bieten können, soweit ein Priester darauf Anspruch hat. Trotzdem habe ich mich jetzt entschlossen, aus dem Bereich des Bistums Passau – und damit auch von Hartkirchen – wegzugehen. Warum?
Die eigentliche Aufgabe des Priesters wird im real existierenden System immer mehr verdrängt: nämlich in der Nachfolge Christi Seelenführer zu sein, d. h. wie Er die anvertraute Herde durch Verkündigung im Wort und Heiligung im Sakrament zum ewigen Heil zu führen und der Verdammnis zu entreißen. Statt dessen wird man zum Funktionär einer Diesseits-Religion degradiert: Man soll sich als Manager einer Gebietskörperschaft, säuselnder Psycho-Onkel oder Stimmungsmacher bzw. dekoratives Ornament bei Familienfesten betätigen.
Liebe katholische Mitchristen, dafür ist mir mein Leben und meine priesterliche Berufung zu schade!
Beheimatung findet der Priester zum einen, wie gesagt, in Nachfolge und Nachahmung Christi. Natürlich hat sich mit dieser Haltung noch keiner bei der Welt, wie uns das Johannes-Evangelium (Joh. 17,14) sagt, beliebt gemacht. Aber in den geordneten Zeiten der Kirche fand der zum Herrn strebende, gem. Rom 12,2 weltwiderständige Gottesdiener das andere Element, das ihn trägt: Verständnis bei den Mitbrüdern und Rückhalt bei den Vorgesetzten. Dies half, das übliche Martyrium des Alltags zu ertragen, die Verständnislosigkeit und Hetze der Angepaßten aller Zeiten, den Spott der Biertische ebenso wie den Klatsch der Kaffeekränzchen. Wo ist diese Solidarität der geistlichen Mitbrüder geblieben? Ich bekenne: Mit Widerwillen und Abscheu besucht man die diversen Zusammenkünfte der Theologenschaft und geht mit einer Mischung aus Mitleid und Verzweiflung wieder weg. Denn dort steht im besseren Fall Jammerei, immer öfter aber antikatholische Hetze bis zur Selbstzerfleischung auf dem Programm. Von Re-form im wahren Sinn, d. h. Erneuerung in Christus, neuer Heiligung des Seelsorgers und der ihm anvertrauten Gläubigen, von der Freude, zur wahren Kirche Jesu Christi zu gehören: Kein Wort!
Auch dieses Kreuz könnte man tragen – wenn man heutzutage wenigstens in der Gemeinde, als Einzelkämpfer, anders als weltkonformistisch sein dürfte. Denn was wollen die zeitgenössischen kirchlichen Behörden? Ruhe, nicht das widerständige priesterliche Zeugnis gegen einen falschen Zeitgeist ist die erste Forderung der Mitbrüder und Vorgesetzten. Vor nichts haben die Ordinariate mehr Angst, als mit negativen Schlagzeilen oder agressiven Medienberichten konfrontiert zu werden. Dieses Gefühl kann ich noch nachempfinden. Aber ich kann mich mitunter des Eindrucks nicht erwehren, daß man höheren Orts Ruhigstellung bzw. Entsorgung von Priestern, die nicht im weltangepaßten Trend liegen, nicht nur widerstandslos hinnimmt, sondern zumindest nicht ganz ungern sieht. (Zurückhaltender kann ich es ohne Verletzung der Wahrheitsliebe nicht ausdrücken.)
Wohlgemerkt: ich treffe keine Schuldzuweisung. Über alle Menschen richtet zuletzt und einzig Gott. Doch will ich zum Abschied nicht schweigen über den Zustand der Kirche und ihrer Priesterschaft, der zum Himmel schreit, und mich seit Jahren fragen läßt: woher dieser Zusammenbruch? Hier ist nicht der Ort, um meine Antworten detailliert auszubreiten. Zum Thema kann ich Euch aber zwei Bücher besonders empfehlen: »Die Krise der Kirche« von Prof. Georg May sowie »Athanasius und die Kirche unserer Zeit« von Bischof Dr. Rudolf Graber. Deren Ergebnis in Kürze: Wir Christen sind, wenigstens was die Konsequenzen angeht, Opfer des – mit rühmlichen Ausnahmen wie Ratzinger – vergötzten Großereignisses »Zweites Vatikanisches Konzil«. Es war vom naiven Fortschrittsoptimismus der 60er Jahre geprägt. Mehrdeutig bis nebulös in der Formulierung, wurde in der Anwendung des Konzils der Mensch an die Stelle Gottes gesetzt. Nicht mehr der Mensch hat sich Gottes Offenbarung zu unterwerfen, sondern der Mensch selbst bestimmt, was er gerade zu glauben geruht. Damit ist natürlich die Religion auf den Kopf gestellt. Entsprechend wurde die Kirche im allgemeinen Bewußtsein von der göttlich gestifteten Heilseinrichtung zur menschlich gemanagten Sozialbedürfnisanstalt. Öffnung zur Welt – mit Verlaub – als kriecherische Anbiederung!
Natürlich war der Boden für den antikatholischen Umsturz schon lange bereitet – außer- und innerhalb der Kirche. Namen, Organisationen und Irrlehren brauche ich nicht zu nennen. Haben nicht z. B. die großen Pius-Päpste über hundert Jahre lang unermüdlich vor den Verderbern gewarnt und die heutige Lage exakt vorausgesehen? Doch die satte Selbstzufriedenheit und verblendete Selbstsicherheit der Kirche – einsame Mahner ausgenommen – in der Nachkriegszeit war der richtige Humus für die offene Zerstörung ab dem Konzil. Seitdem ist die Kirche – statistisch belegbar – in offenem und sich beschleunigendem Niedergang. Gottesdienstbesucherzahlen und Berufungen gehen rapide zurück. Der katholische Glaube (ver)schwindet – weniger, weil er in einer heidnischen Gesellschaft „verdunstet“, sondern weil er von kirchlichen Stellen über Jahrzehnte zumindest verkürzt dargestellt wurde.
Eine Wende ist nicht in Sicht. Menschlich gesehen besteht keine Hoffnung. Doch der Herr verläßt seine Kirche nicht und wird eingreifen. Bange fragen wir uns freilich: wann? Für die Menschen gibt es noch viel, evtl. jahrzehntelang, kaputtzumachen. Wird z. B. die Darstellung des Gekreuzigten in 10 Jahren noch in öffentlichen Gebäuden zu finden sein? Wird das Kreuz da noch einen zentralen Platz wenigstens in den Kirchen haben? Wenn Ihr mich für einen rabenschwarzen Pessimisten haltet, dann bedenkt, wie rabiat fast alle Kommunionbänke, ja selbst viele Altäre und Tabernakel, schon aus den Kirchen gerissen worden sind. Wenn das der „Konzilsgeist“ ist, erübrigt sich ein Kommentar! Denn ist das nicht Ausdruck von Gleichgültigkeit bis Haß gegenüber dem Aller-Heiligsten, das wir besitzen?
Angesichts des „Greuels der Verwüstung an heiliger Stätte“ (Dan 8,13) frage ich Euch: Darf man weiter in den verlogenen Chor der Triumphalisten einstimmen, die das Konzil als „Neues Pfingsten“ feiern? Darf man schweigen zu dieser neuen babylonischen Verwirrung, zur Zersetzung von Glaube und Moral als Folge? Und vor allem: Soll man achselzuckend den zu befürchtenden Massenruin unsterblicher Seelen hinnehmen, für deren Rettung der Seel-Sorger doch zu wirken hat? Darf man eine Messe feiern, die auf die Zerstörung ihrer selbst abzielt? Gott und sich selbst kann niemand belügen.
«Quid sum miser tunc dicturus» – was soll ich dem Richter am Jüngsten Tag antworten, wenn er fragt: Weshalb hast du den Menschen mehr gehorcht als mir? Wieso hast du wider besseres Wissen mitgemacht bei der Zerstörung meiner Kirche? Weswegen hast du dich auf „inneren Widerstand“ herausgeredet? Warum hast du durch Schweigen kollaboriert?
Was soll ich kleiner Pfarrer tun? Auch Hartkichen ist keine Insel der Seligen. Bei allem Vertrauen, das ich in Euch hege: einen Seelsorger ohne Gegner gibt es nicht. Vertritt ein Ortsgeistlicher aber eine auch nur halbwegs bewahrend-konservative Position, hat er schon bei einem Judas in seiner Gemeinde keine Chance. Der o. g. Mechanismus der Macht tritt unerbittlich in Aktion. Will ich mein Gewissen nicht dauernd vergewaltigen, wäre jetzt bald der kritische Punkt erreicht, wo der offene Konflikt ausbricht. Eine solche Auseinandersetzung, evtl. mit medialen Schlammschlachten und emotionalen Weiterungen auf Gemeindeebene, will ich Euch und mir ersparen. Ich gehe: lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!
Glaubt mir: Einfach war die Entscheidung nicht. Mein Inneres war zuletzt nur noch ein durch Seelenkämpfe verwüstetes Schlachtfeld. Lange habe ich zwischen den Möglichkeiten von Resignation, Widerstand oder Exil geschwankt. Schweren Herzens habe ich mich für letzteres entschieden, da ich weder für die Rolle des gleichgültigen Fatalisten, noch die des selbstmörderischen Einzelkämpfers geeignet bin. Ich bitte Euch inständig um Verzeihung. Aber auch um Verständnis, daß ich meinem Gewissen folgen muß. Einfach ist es auch so nicht. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen, und mit vierzig Jahren muß ich noch einmal neu anfangen. In das real existierende „Kirchen-System“ kann ich mich indes nicht länger einfügen, ohne seelisch zu zerbrechen und völlig unterzugehen. Stand ich doch in den letzten Jahren z. T. schon bis zum Zerreißen unter Spannung, habe daher oft überreagiert und manchen zu Unrecht wehgetan. Ich bitte auch dafür um Verzeihung und Nachsicht!
Was und wo ist meine Zukunft? Ich gehe dorthin, wo mutige Hirten die Notlage der Kirche längst erkannt und sich für den wahren Gehorsam entschieden haben: gegenüber dem katholischen und apostolischen Glauben aller Zeiten, nicht gegenüber einer verworrenen Kirchenversammlung und ihren unglücklichen Vollstreckern. Herz und Verstand führen mich zur Tradition. Unter ihren Schutz stelle ich mich, bis die Zeiten gemäß Gottes Willen wieder anders werden. Dort bin ich als Priester willkommener Bruder, dort will ich andere und mich mit meinen schwachen Kräften heiligen. Euch aber bleibe ich verbunden im Gebet und ihm Hl. Meßopfer aller Zeiten. Betet bitte auch Dir für mich! Vielleicht erleben wir schließlich den Tag, an dem die Krise der Kirche überwunden ist, den Tag, an dem in unserer Pfarrkirche St. Petrus nicht mehr Altar gegen Altar steht und wir zusammen zum Herrn hin das Heilige Meßopfer aller Zeiten im sieghaften katholischen Glauben feiern.
Noch einmal: Vergelt's Gott für alles Gute, das Ihr mir getan habt! Gott segne Hartkirchen! Gott segne Euch alle!
Hartkirchen, 17.01.1999
Euer Pfarrer Anton Morhard
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Re: Nachrichten aus den Bistümern II
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Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
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Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Erstaunlich, daß der noch was geworden ist. Das spricht für Bischof Schraml.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.
Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Wo hat er denn die Tradition gefunden? Bei der FSSPX?
Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Anscheinend bleibt er im Dienst des Bistums.iustus hat geschrieben:Wo hat er denn die Tradition gefunden? Bei der FSSPX?
http://www.pnp.de/lokales/artikel_regio ... 9325&BNR=Bischof Wilhelm Schraml hat ihn mit Wirkung zum 1. September zum Domvikar ernannt. In dieser Funktion wird Morhard Verwaltungstätigkeiten sowie Liturgie und Seelsorgeaufgaben wahrnehmen. Weiterhin wird er mit der überlieferten Liturgie, insbesondere mit der Feier der traditionellen Form der Lateinischen Messe betraut.
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Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Der oben von mir zitierte längere Text stammt von 1999. Pfarrer Morhard hat dann offenbar eine kleine Weile bei der Priesterbruderschaft St. Pius X. hospitiert, um dann in sein Bistum zurückzukehren, wo er Pfarrer in Tann wurde. Das ging nun eine ganze Reihe von Jahren – wenn auch nicht ohne Konflikte –, bis man ihm nun jenes »Angebot« machte, »das er nicht ablehnen konnte«. – Ich schätze, Taddeo weiß mehr Einzelheiten. Vielleicht erzählt er noch was.
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Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Ja. Er hat auch einige Monate in Zaitzkofen gelebt und dort die missa tridentina erlernt. Allerdings ist es nicht (immer) einfach für einen Diözesanpriester, sich nachträglich in das Leben in einer Gemeinschaft (mit ihrer vita communis und den entsprechenden Regeln) einzufinden, insbesondere wenn es zusätzlich eine traditionelle Gemeinschaft ist.iustus hat geschrieben:Wo hat er denn die Tradition gefunden? Bei der FSSPX?
Hw. Dr. Morhard ist ein sehr gebildeter Mann und mit Freude Kirchenrechtler. Seine neue Tätigkeit als Verwaltungskanonist kommt dieser Neigung entgegen.
Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Ich kenne Dr. Morhard nicht persönlich, sondern nur von ein paar wenigen Gottesdiensten als Zelebrant. Seine "Vorgeschichte" ist mir auch nur aus der Presse bekannt.
Tatsache dürfte jedenfalls sein, daß er unter Altbischof Eder genauso stigmatisiert war wie alle anderen (es gab noch ein, zwei Priester im Bistum), die die "Heilsnotwendigkeit" des NOM in Frage stellten. Daraus resultierte wohl seine damalige fama als ewiggestriger Spinner, von dem man nicht recht wußte, ob er ein Fall für die nachkonziliare Inquisition ist oder für die geschlossene Abteilung. Daß er wohl als Mensch nicht so ganz unkompliziert ist (wer weiß, ob das Ursache oder Wirkung seiner Schwierigkeiten mit der Obrigkeit war?), mag das nicht gerade erleichtert haben.
Unter Bischof Schraml hat sich die grundsätzliche Einstellung zum Alten Ordo im Bistum nicht grundlegend geändert, nur hat halt jetzt mit Summorum Pontificum ausgerechnet "unser" Papst selber dazwischengefunkt und Leute wie Dr. Morhard salonfähig gemacht - sehr zum Leidwesen der meisten "normalen" Geistlichen.
Daß Dr. Morhard nun ziemlich unvermittelt von der Pfarrseelsorge abgezogen und nach Passau beordert wird, kann man auf zweierlei Art interpretieren. Entweder als "Beförderung", weil er als "offizieller" Beauftragter des Bistums für die Alte Messe und als promovierter Kanonist besser seinen Kenntnissen entsprechend tätig werden darf. Oder aber (und ich gestehe, daß mir das wahrscheinlicher vorkommt) er soll dadurch unter Kuratel gestellt werden, damit man seine Aktivitäten besser "kontrollieren" kann und damit er am Schreibtisch im Ordinariat nicht mehr viel Schaden anrichten kann. Was genau seine neuen Aufgaben dort sein werden, weiß ich auch nicht - vermutlich irgendwas im Offizialat.
In seinem oben verlinkten Abschiedswort schreibt er "Auch bin ich auf das Milieu am Rande von Ordinariat und Domkapitel gespannt" - na dann Prost. Sollte er wirklich dieses Milieu bisher nicht kennen, dann wird er noch sein blaues Wunder erleben, denn das Domkapitel ist ([Punkt]) zusammen mit den Ordinariatsstellen die eigentliche Macht im Bistum, und da sitzt keiner drin, der mir bisher als der Alten Messe wohlgesonnen aufgefallen wäre.
Man wird abwarten müssen, um aus dieser Sache schlauer zu werden. Allzuviel Gutes verspreche ich mir nicht davon, wenn ich ehrlich bin. Zudem blockiert derzeit das Warten aufGodot den irgendwann fälligen Rücktritt unseres Bischofs weitreichende Entscheidungen. Derweil können sich die Domkapitulare in Stellung bringen und mit bewährter Kungelei und Hinterzimmerpolitik dafür sorgen, daß es ihnen später einmal wurscht sein kann, wer unter ihnen neuer Bischof wird - so, wie es in Passau schon unter den Bischöfen Hofmann und Eder war.
Tatsache dürfte jedenfalls sein, daß er unter Altbischof Eder genauso stigmatisiert war wie alle anderen (es gab noch ein, zwei Priester im Bistum), die die "Heilsnotwendigkeit" des NOM in Frage stellten. Daraus resultierte wohl seine damalige fama als ewiggestriger Spinner, von dem man nicht recht wußte, ob er ein Fall für die nachkonziliare Inquisition ist oder für die geschlossene Abteilung. Daß er wohl als Mensch nicht so ganz unkompliziert ist (wer weiß, ob das Ursache oder Wirkung seiner Schwierigkeiten mit der Obrigkeit war?), mag das nicht gerade erleichtert haben.
Unter Bischof Schraml hat sich die grundsätzliche Einstellung zum Alten Ordo im Bistum nicht grundlegend geändert, nur hat halt jetzt mit Summorum Pontificum ausgerechnet "unser" Papst selber dazwischengefunkt und Leute wie Dr. Morhard salonfähig gemacht - sehr zum Leidwesen der meisten "normalen" Geistlichen.
Daß Dr. Morhard nun ziemlich unvermittelt von der Pfarrseelsorge abgezogen und nach Passau beordert wird, kann man auf zweierlei Art interpretieren. Entweder als "Beförderung", weil er als "offizieller" Beauftragter des Bistums für die Alte Messe und als promovierter Kanonist besser seinen Kenntnissen entsprechend tätig werden darf. Oder aber (und ich gestehe, daß mir das wahrscheinlicher vorkommt) er soll dadurch unter Kuratel gestellt werden, damit man seine Aktivitäten besser "kontrollieren" kann und damit er am Schreibtisch im Ordinariat nicht mehr viel Schaden anrichten kann. Was genau seine neuen Aufgaben dort sein werden, weiß ich auch nicht - vermutlich irgendwas im Offizialat.
In seinem oben verlinkten Abschiedswort schreibt er "Auch bin ich auf das Milieu am Rande von Ordinariat und Domkapitel gespannt" - na dann Prost. Sollte er wirklich dieses Milieu bisher nicht kennen, dann wird er noch sein blaues Wunder erleben, denn das Domkapitel ist ([Punkt]) zusammen mit den Ordinariatsstellen die eigentliche Macht im Bistum, und da sitzt keiner drin, der mir bisher als der Alten Messe wohlgesonnen aufgefallen wäre.
Man wird abwarten müssen, um aus dieser Sache schlauer zu werden. Allzuviel Gutes verspreche ich mir nicht davon, wenn ich ehrlich bin. Zudem blockiert derzeit das Warten auf
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Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Er möge ruhen in Frieden!
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Re: Nachrichten aus den Bistümern II
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Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Die Mitteilung der Diözese: http://www.diocese-lgf.ch/CP_deces_BG_d.pdf
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Re: Nachrichten aus den Bistümern II
viewtopic.php?p=439562#p439562cantus planus hat geschrieben:Die Mitteilung der Diözese: http://www.diocese-lgf.ch/CP_deces_BG_d.pdf
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Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Oh, ich kluger Kopf, dass ich dich zitiere...

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Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Aktueller Nachtrag zu viewtopic.php?p=439543#p439543:
Dr. Anton Morhard als Verwaltungskanonist im Ordinariat begrüßt
Dr. Anton Morhard als Verwaltungskanonist im Ordinariat begrüßt
Generalvikar Dr. Klaus Metzl hat Dr. Anton Morhard am Dienstag, 21. September, als neuen Mitarbeiter im Bischöflichen Ordinariat begrüßt. Der 51-jährige Kirchenrechtler wird künftig den Bereich Verwaltungskanonistik betreuen. Er ist dabei an der Schnittstelle Verwaltung und Kirchenrecht verantwortlich, zum Beispiel für kirchenrechtliche Fragen rund um eine katholische Eheschließung. Beim ihm gehen auch die Ansuchen um eine Erwachsenentaufe ein. Wenn jemand zum katholischen Glauben übertreten, also konvertieren möchte, ist er der Ansprechpartner.
Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Würden solche staatliche Regelungen die Priester nicht in eine missliche Lage bringen? Wenn sie reden, verstossen sie gegen Kirchenrecht, wenn sie schweigen, werden sie möglicherweise staatlich belangt?Kipa hat geschrieben:Basel: Angriff auf kirchliche Schweigepflicht
Basel, 23.9.1 (Kipa) Ein Basler CVP-Grossrat [Anmerkung: CVP = Christlichdemokratische Volkspartei, ursprünglich eine katholische Partei] will dem Beichtgeheimnis an den Kragen. Remo Gallacchi beantragt in einer Motion, dass Geistliche bei Verdacht auf Delikte gegen Leib und Leben oder die sexuelle Integrität vom Berufsgeheimnis befreit werden können. Der Basler Regierungsrat möchte die Motion in einer politisch abgeschwächten Form übernehmen.
Weiterlesen: http://www.kipa-apic.ch/?na=,,,,d&k ... w=Mo8g4aNn
Wie bewundernswert sind deine Werke, o Herr, alles hast du mit Weisheit gemacht! Ps 104
User hat sich vom KG verabschiedet
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Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Das werden die Politiker nicht durchziehen. Weil sie erkennen können: der erste Priester, der deswegen eine Strafe befürchten muss, wird zum überzeugenden Werber für den katholischen Glauben.Christ86 hat geschrieben:Würden solche staatliche Regelungen die Priester nicht in eine missliche Lage bringen? Wenn sie reden, verstossen sie gegen Kirchenrecht, wenn sie schweigen, werden sie möglicherweise staatlich belangt?Kipa hat geschrieben:Basel: Angriff auf kirchliche Schweigepflicht
Basel, 23.9.1 (Kipa) Ein Basler CVP-Grossrat [Anmerkung: CVP = Christlichdemokratische Volkspartei, ursprünglich eine katholische Partei] will dem Beichtgeheimnis an den Kragen. Remo Gallacchi beantragt in einer Motion, dass Geistliche bei Verdacht auf Delikte gegen Leib und Leben oder die sexuelle Integrität vom Berufsgeheimnis befreit werden können. Der Basler Regierungsrat möchte die Motion in einer politisch abgeschwächten Form übernehmen.
Weiterlesen: http://www.kipa-apic.ch/?na=,,,,d&k ... w=Mo8g4aNn
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Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Mißlich ist gut. Ja, natürlich.

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Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Da gibt es nur eine einzige Wahl für jeden katholischen Priester:
Für das Beichtgeheimnis muß er ohne zu Zögern ins Gefängnis gehen.
Wenn er auch nur überlegt, einer "Aufhebung" zuzustimmen, gehört er suspendiert;
wenn er das Beichtgeheimnis direkt bricht, ist er automatisch exkommuniziert.
Für das Beichtgeheimnis muß er ohne zu Zögern ins Gefängnis gehen.
Wenn er auch nur überlegt, einer "Aufhebung" zuzustimmen, gehört er suspendiert;
wenn er das Beichtgeheimnis direkt bricht, ist er automatisch exkommuniziert.
Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Nicht nur, sondern vor allem auch gegen das Naturrecht und gegen (implizites) göttliches Recht. Daß "sie" reden, ist also völlig ausgeschlossen.Christ86 hat geschrieben:Wenn sie reden, verstossen sie gegen Kirchenrecht,...
Das wäre unter schärfstem Protest zu ertragen. Der hl. Nepomuk und sein Beispiel werden den Betroffenen eine Stütze sein.Christ86 hat geschrieben:...wenn sie schweigen, werden sie möglicherweise staatlich belangt?
Re: Nachrichten aus den Bistümern II
In der Schweiz gilt der Grundsatz "Bundesrecht bricht kantonales Recht" (entsprechend in Deutschland: "Bundesrecht bricht Landesrecht"). Der Vorstoss des CVP-Parlamentariers ist deshalb vor dem Hintergrund des schweizerischen (Bundes-) Strafrechts zu sehen.Christ86 hat geschrieben:Würden solche staatliche Regelungen die Priester nicht in eine missliche Lage bringen? Wenn sie reden, verstossen sie gegen Kirchenrecht, wenn sie schweigen, werden sie möglicherweise staatlich belangt?Kipa hat geschrieben:Basel: Angriff auf kirchliche Schweigepflicht
Basel, 23.9.1 (Kipa) Ein Basler CVP-Grossrat [Anmerkung: CVP = Christlichdemokratische Volkspartei, ursprünglich eine katholische Partei] will dem Beichtgeheimnis an den Kragen. Remo Gallacchi beantragt in einer Motion, dass Geistliche bei Verdacht auf Delikte gegen Leib und Leben oder die sexuelle Integrität vom Berufsgeheimnis befreit werden können. Der Basler Regierungsrat möchte die Motion in einer politisch abgeschwächten Form übernehmen.
Weiterlesen: http://www.kipa-apic.ch/?na=,,,,d&k ... w=Mo8g4aNn
Nach Art. 321 Ziff. 1 Abs. 1 StGB macht sich unter anderem ein Geistlicher strafbar, wenn er ein Geheimnis offenbart, welches ihm infolge seines Berufs anvertraut wurde. Nach Art. 321 Ziff. 2 StPO ist er nicht strafbar, wenn er das Geheimnis mit Einwilligung des „Berechtigten“ (d.h. desjenigen, der dem Priester das Geheimnis anvertraut hat) oder einer „auf Gesuch des Täters [= Priester] erteilten schriftlichen Bewilligung der vorgesetzten Behörde oder Aufsichtsbehörde offenbart hat“.
Ich bin mir im Moment nicht sicher, wer für einen katholischen Priester „vorgesetzte Behörde“ bzw. „Aufsichtsbehörde“ im Sinne des staatlichen Strafgesetzbuches ist. Vermutlich richtet sich dies nicht nach kanonischem Rechts, sondern nach Staatskirchenrecht. Aber das kann offen gelassen werden. Ein Priester, der das Beichtgeheimnis ernst nimmt, wird wohl kaum bei dieser Behörde ein Gesuch um Befreiung vom Beichtgeheimnis stellen. Also wird er auch nicht von diesem befreit
Somit dürfte der Vorstoss des Parlamentariers, was katholische Priester angeht, ein Rohrkrepierer sein. (Ich vermute, dass dem sinngemäss auch für evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer bzw. für solchen anvertraute Geheimnisse so ist, auch wenn die reformierte Kirche die Beichte im katholischen Sinn nicht kennt.)
Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Kasperltheater in Wien:
Gottes Segen für Hund und Katz
Daraus:

Gottes Segen für Hund und Katz
Daraus:
Am Namenstag des Heiligen Franz von Assisi, am 4. Oktober, wird Dompfarrer Toni Faber vor dem Stephansdom Haustiere segnen. Im Rahmenprogramm gibt es einen Zeichenwettbewerb und Musik der Garde.
Die Segnung mit eigens aus Assisi importierten Weihwasser beginnt mit Musik, einer Lesung und einer Ansprache Fabers. Danach werden die Tiere gesegnet. Es wird um "Schutz der Tiere vor allen Gefahren, damit der Nutzen und die Freude, die sie uns bereiten, uns zum Zeichen von Gottes Großzügigkeit und Liebe werden" gebeten.
Auch Einzelsegnungen sind möglich. Die Kirche ersucht aber, empfindliche Tiere eher zu Hause zu lassen. Diesen kann der Segen mitgebracht werden, indem ein Foto des Tieres oder ein mit dem Tier verbundener Gegenstand zur Segnung mitgebracht wird.
- cantus planus
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Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Eine Tiersegung hat ja eine gute Tradition (warum es in Wien bei Kapuzinern, Franziskanern und Minoriten auch noch der Dom anbieten muss, sei dahingestellt). Irritierend finde ich die Albernheit, ein Tierfoto segnen zu lassen, und dieser Segen käme dann gleichsam auf das Tier. Ich frage mich, ob sich die Herrschaften am Stephansdom hier einen Scherz erlauben und die Leute verulken, oder sie das auch noch wirklich glauben.
Merkwürdig ist auch das "Rahmenprogramm", als ob die Segnung alleine nicht attraktiv genug für einen Besuch wäre.
Merkwürdig ist auch das "Rahmenprogramm", als ob die Segnung alleine nicht attraktiv genug für einen Besuch wäre.
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Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
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Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Ein Beispiel für den konziliaren Frühling in Berlin?
Erzdiözese Berlin trennt sich von drei weiteren Kirchen
Daraus:
Erzdiözese Berlin trennt sich von drei weiteren Kirchen
Daraus:
Die Erzdiözese Berlin will sich von drei weiteren Kirchen trennen. Es sind dies die St.-Agnes-Kirche in Berlin-Kreuzberg, die Kirche Heiliger Schutzengel in Berlin-Britz sowie die Kirche St. Bernhard in Brandenburg an der Havel, wie Diözesansprecher Stefan Förner auf Anfrage erklärte. Sie sollen verkauft oder vermietet werden.
Die Gotteshäuser würden nach den jüngsten Gemeindefusionen nicht mehr benötigt, so Förner. In den vergangenen Jahren trennte sich die Erzdiözese Berlin von 20 Kirchen und Kapellen. In Berlin, Brandenburg und Vorpommern gibt es weiter rund 200 Gebäude, in denen katholische Gottesdienste gefeiert werden.
Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Allerdings segnete die Kirche traditionell Nutztiere und nicht Papageien, Hamster und Goldfische.cantus planus hat geschrieben:Eine Tiersegung hat ja eine gute Tradition...
Den Unfug mit dem Foto hast Du schon erwähnt, zu ergänzen wäre noch der Schmäh mit dem Wasser aus Assisi.
Das ganze riecht sehr nach PR-Aktion und zur Schau gestellter zeitgemäßer Pastoral, die sich um die Bedürfnisse der Menschen und ihrer tierischen Bezugs"personen" fürsorglich kümmert. (Dompfarrer Toni Faber ist ja für seine zeitgeistigen Aktionen weithin bekannt.)
- Berolinensis
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Re: Nachrichten aus den Bistümern II
Das ganze drumherum ist albern, aber an der Segnung von Haustieren kann ich grundsätzlich nichts Schlechtes erkennen.Gamaliel hat geschrieben:Allerdings segnete die Kirche traditionell Nutztiere und nicht Papageien, Hamster und Goldfische.cantus planus hat geschrieben:Eine Tiersegung hat ja eine gute Tradition...