Einige Feststellungen eines Users als Ergebnis seiner Überlegungen:
….Insgesamt spielen in diesen Zitaten aber doch eher emotionale als sachliche Motive eine Rolle……
Sind es nicht doch vornehmlich Mentalitätsunterschiede, die die neue und alte Messform charakterisieren? Lässt sich theologisch Opfer und Mahlfeier nicht doch relativ leicht in Eins bringen?
….ist reine Ansichts- und Interpretationssache und entspringt eben einer bestimmten Mentalität.
….nicht zuletzt im Blick auf mein eigenes Glaubensleben weiß ich, dass die Praxis der Handkommunion in keiner Weise den Glauben an die wirkliche Gegenwart Christi in der Eucharistie schmälert oder auch nur tangiert.
Man mag das durchaus als ehrfurchtsvolle Geste verstehen, mir erschien es aber immer schon intuitiv als widersinnig……
Also wie gesagt, Interpretations- und Mentalitätssache. Verschiedene Formen, ein Ritus (und ein Glaube)
Wie erklärt man jemandem das Mysterium des Glaubens (Mystik), wenn ihm dieses völlig unbekannt ist, wie o. g. etwas hilflose Zitate belegen, die einzig und allein darauf hinweisen, dass etwas erklärt werden soll, was nur auf dem einzig bekannten Zugang einer scheinbar sachlichen Interpretation definierbar erscheint, bzw. auf diese Art und Weise gewissermaßen eine menschlich verständlich sein sollende Erklärung erzwungen wird!?
Es gibt nun mal Dinge, die nur im transzendentalen Phänomen des allein im Innersten sich manifestierenden möglichen Glaubenkönnens und -wollens erahnt, und soweit dem Menschen möglich, erkennbar werden.
Schade, dass die katholische Mystik immer mehr im Entschwinden in die Bedeutungslosigkeit begriffen ist.
Der gleiche User zitiert eine Aussage von Radio Vatikan:
Radio Vatikan hat geschrieben:
Die alte, vorkonziliare Messe heißt theologisch korrekt tridentinischen Messe, weil sie nach dem Konzil von Trient Mitte des 16. Jahrhunderts entstand. Der tridentinische Ritus versteht sich als Antwort auf die Reformation. Martin Luther betonte das allgemeine Priestertum – die katholische Kirche reagierte in die Gegenrichtung und überantwortete den Gottesdienst in besonderer Weise dem Priester, erklärt Eberhard Amon, der das Deutsche Liturgische Institut in Trier leitet. In der alten Messe haben also Laien kaum Anteil am Geschehen.
Radio Vatikan sagt viel, wenn der Tag lang ist. Das war schon zu Zeiten des Herrn von Gemmingen so und das hat sich, so scheint es zumindest, auch unter seinem Nachfolger nicht geändert.
Radio Vatikan, das wollen wir bitte nicht vergessen, ist kein offizielles Interpretationsorgan des Papstes bzw. des katholischen Lehramtes, ebenso wenig wie der Osservatore Romano.
Der tridentinische Ritus versteht sich eben nicht als Antwort auf die Reformation, genausowenig, wie sich das tridentinische Konzil als Antwort auf die Reformation verstand. Die Reformation war höchstens möglicherweise mit eine Ursache dazu, dass auf einem schon zuvor von vielen als notwendig erkannten einzuberufendem Konzil mithin auch Themen behandelt worden sind, die durch die Reformation (die in Wirklichkeit keine solche war, sondern eher eine Revolution) einer eindeutigeren und auf das Lehramt bezogenen Interpretation bedurften.
Der tridentinische Ritus ist also nichts anderes als die endgültige Festlegung des Ritus derjenigen Hl. Messe, wie sie sich bis dahin bereits über Jahrhunderte hinweg erhalten und im Rahmen der Tradition und der Erkenntnisse des Lehramtes, innerhalb der Tradition verbleibend, behutsam entwickelt hatte; dies hauptsächlich und wesentlich vermutlich bereits innerhalb der ersten Jahrzehnte nach Christus.
Was Eberhard Amon, der Leiter des Liturgischen Institutes in Trier, annimmt, kann ich nicht nachvollziehen.
Nachvollziehen kann ich aber, dass immer mehr Blindgänger auf Positionen innerhalb der katholischen Kirche rumhängen, ohne dafür ausreichend qualifiziert zu sein, und, was noch schlimmer ist, ohne im Stande der rechten inneren Disposition für ein solches Amt zu sein.
Gruß, ad_hoc
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)